Los ging’s 

Am letzten Sonntag war es endlich soweit. Lars und ich sind zur ersten gemeinsamen Radrunde aufgebrochen. Lars hatte sich vor Wochen schon ein neues Rad zugelegt, es aber geschafft, dieses tatsächlich wochenlang unausgepackt im Keller stehen zu lassen. Nachbarn fragten bereits nach, ob ihm der Flachbildfernseher im Karton ihm gehöre. 😂  Um Ausreden, endlich mal auf den Sattel zu steigen, war er nie verlegen. Da ich mich ja noch an meine Bewegungsmotivation von vor anderthalb Jahren erinnern kann, habe ich dafür zwar Verständnis aufgebracht, konnte mir aber natürlich trotzdem die ein oder andere Stichelei nicht verkneifen. 😇 Dann hat er angefangen, sein Rad aufzurüsten (HighTech Radbeleuchtung (und ich garantiere – er wird, wie ich auch, nie im Dunklen fahren 😁), Handyhalterung, Getränkeflasche für die „langen Touren“)  und ich dachte mir- hui, jetzt geht es los.👏👏  Aber es hat noch weitere Tage gedauert, eben bis zum letzten Sonntag. Und ich habe mich wirklich darüber weggefreut, endlich gemeinsam mit ihm in die Pedale zu treten. Natürlich haben wir langsam begonnen und sind zunächst eine kleine Strecke bis zu seiner Ma gefahren. Dort wurden wir mit Kaffee und Kaltgetränken versorgt und dann ging es eine weitere kleine Strecke zum einem kleinen Bauernlokal, wo wir dann zu Mittag gegessen haben. Und schlussendlich ein letzte kleine Strecke zurück zu ihm. Diese kleinen Strecken ergaben dann unterm Strich 20 km und das fand ich für „das erste Mal“ wirklich toll. 


Meine erste Radrunde lag damals bei 8 km und ich war danach fix und foxi. 😕 Und wie es scheint, hat er Spaß dran gefunden, so dass wir nun auch weitere Strecken angehen wollen. Ok, dass er bei der ersten Tour ein gelbes T-Shirt trug (Stichwort gelbes Trikot) fand ich schon irgendwie übertrieben aber eben auch urkomisch. 😂😂 Und was soll ich sagen….am nächsten Tag sind wir schon wieder eine kleine Runde unterwegs gewesen. Hach, ich freu mich🙃

Dann möchte ich euch noch eine Geschichte zum Besten geben, die sich bereits 2014 ereignet hat und an die ich die Tage bei Facebook erinnert wurde.

Heute in der Apotheke- ein Erlebnis was seines gleichen sucht: Ich: „Guten Tag, ich hätte gerne Augentropfen mit dem Wirkstoff Tetryzolin. Die Apothekerin: greift nach Tropfen im Regal hinter sich, will mir diese rüberreichen, schaut mich nun aber von Kopf bis Fuß an und sagt dann: (ACHTUNG jetzt kommt’s)“ Oh, diese können Sie sich sicher nicht leisten, ich hole günstigere von hinten! “ (Der Preis lag bei 9,95 EUR) …Weg war sie. Ich war völlig irritiert ob ich das gerade richtig gehört habe. Als sie zurückkommt sage ich: „Keine Ahnung woher sie Ihre Kenntnisse über meine finanziellen Möglichkeiten haben, aber so redet man nicht mit Kunden und mit mir schon mal gar nicht. Aber um Ihnen das zu erklären fehlt es bei Ihnen vermutlich an Intellekt, daher würde ich nun gerne Ihren Chef sprechen.“ Darauf sie: “ Ich bin der Chef, dass ist meine Apotheke“
Das ich dort nichts mehr gekauft habe versteht sich von selbst. Wovon auch, ich arme Socke. UNFASSBAR, ODER?


Ich habe mich seinerzeit tagelang über die Frau aufgeregt und auch heute, als ich dies erneut las, stieg wieder ein wenig der Blutdruck .

Am Freitag haben Lars und ich dann unsere Mütter  „zusammengeführt“. Nachdem die beiden ja bei Facebook schon ganz dicke sind, musste nun auch ein persönliches Kennenlernen her und Lars hat seinen Geburtstag von letzter Woche genutzt, alle zum Essen und einen Umtrunk einzuladen. Es war ein wunderbarer Abend und bei Jutta und Erika (was unsere Mütter sind) hatten ich den den Eindruck, als würden die beiden sich schon Ewigkeiten kennen. An dem Abend sind Lars und ich dann auch noch etwas „versackt“ und wie es bei mir ja leider so ist, bin ich min. drei Tage danach noch immer das Leiden Christi. Alkohol finde ich in dem Moment, wenn ich ihn trinke ganz nett- aber danach……..😩😩 Ich hatte Kopf und Kreislauf- aber von der allergeringsten Sorte ☹️

Nun waren wir am gestrigen Samstag aber noch bei Freunden von Lars in Düsseldorf zum „Chill and Grill“ eingeladen und ich sage ja nur ungern ab, wenn ich einmal zugesagt habe. Also auf in die Landeshauptstadt. Wir würden sehr sehr herzlich empfangen und ich durfte vier wirklich nette Menschen kennenlernen. Auch wenn „Chill“ an dem Abend mehr das meinige war (natürlich habe ich die köstlichen Leckereien, die kredenzt wurden nicht verschmäht😁) habe ich mich konversationstechnisch noch ganz gut geschlagen (wollte ja nicht den schlechtesten Eindruck hinterlassen). Ich war aber mehr als froh, gegen Mitternacht im Bett zum liegen und bin auch sofort eingeschlafen. 

Ich habe mir gestern Abend noch die Waage von Lars rausgestellt um hier nun auch mein sonntägliches Wiegen vornehmen zu können, aber die kann nicht in Ordnung sein. Der Wert, den sie mir angezeigt hat, kann m.E. unmöglich stimmen. Ich werde das bei mir kontrollieren und wenn sich das bewahrheiten sollte, wird sich in der nächsten Woche aber ganz schnell wieder einiges ändern, denn eins ist auch weiterhin sicher- mein Gewichtsziel verliere ich nicht aus den Augen. Wer einmal die Fetthölle erlebt hat und weiß wie gut es einem geht, wenn man sie hinter sich gelassen hat, will dahin nicht mehr zurück. ICH JEDENFALLS NICHT!

Euch nun eine schöne Woche und bleibt gesund. 

Zurückversetzt in unschöne Zeiten

Letzten Sonntag habe ich mich noch zu einer kleinen Radrunde hinreißen lassen. Ich liebe mein neues Rad sehr, dank der vielen Gänge, die ich mittlerweile sogar verletzungsfrei bedienen kann, sind manche Anhöhen doch um einiges leichter zu überwinden als es mit meinem alten Damenrad möglich war. Eigentlich wollte ich nur eine mir bekannte Strecke abradeln, nämlich von mir nach Dorsten und dann ein Stück den Wesel-Datteln Kanal entlang. Hier fährt es sich immer schön entspannt. Soweit wurde der Plan auch umgesetzt.

Bei diesem Haus gefiel mir das alte Dach .
  
 An einer bestimmten Stelle verlasse ich den Kanal dann normalerweise wieder und fahre über die Felder zurück. Diesmal bin ich aber aus Neugierde an anderer Stelle (falsch) abgebogen und habe mich auf meinen natürlichen Orientierungssinn verlassen. Wie sich schnell herausgestellt hat, war dies ein falscher Fehler, denn ich vergaß, dass ich über gar keinen natürlichen Orientierungssinn verfüge. 😱 Ähnliches ist mir im letzten Jahr bereits schon einmal passiert und damals bin ich nicht einmal auf die Idee gekommen, einfach mein Smartphone zu zücken und mich mittels Googlemaps aus dem Wald, in dem ich mich verfahren hatte, herauslotsen zu lassen. Diesmal war ich schlauer und habe sehr zeitig zu dieser Hilfe gegriffen. Heimatziel eingegeben, auf Rad als Verkehrsmittel gestellt und Start. Dieses kluge Ding wusste in Nullkommanix wo wir waren und fing sofort an, mir Anweisungen für den Heimweg zu geben, denen ich blind folgte. Diese App ist sogar so klug, sie kennt sogar Wege (querfeldein, durch Wälder) die gibt es noch gar nicht oder die gibt es schon lange nicht mehr.  Ich vermute Letzteres, denn es waren bestenfalls noch Trampelpfade,die spontan den Wunsch nach einem Mountainbike aufkommen ließen, die mich in eine Gegend brachten, die mir sehr unheimlich wurde. Plötzlich stand ich, im tiefsten Wald in einem Bunkerpark, Überbleibsel des 2. Weltkrieges.


  

Da dort weit und breit kein Mensch zu sehen war und ich meine auch die Vögel hätten mit ihrem Gezwitscher aufgehört, fühlte ich mich dort sehr unwohl. Ein kleines Stück weiter kam ich dann an einem abgezäunten Areal vorbei, auf dem Fundmunition kontrolliert gesprengt wird.

Ich fühlte mich schlagartig in die Zeit des kalten Krieges zurückversetzt. Da ich den Wunsch hätte, dort schnell wegzukommen, habe ich ein wenig flotter in die Pedale getreten (noch immer den Anweisungen von Googlemaps folgend) und landete schnell auf einer mir bekannten Straße. Dadurch wurde mir bewusst, wie nah dieses unheimliche Nachkriegsgebiet an meinem Zuhause liegt, nur eben gut im Wald versteckt. Und ich hatte bislang davon nicht den Hauch einer Ahnung.

Am Dienstag im Fitty hat mich dann eines dieser Höllenkraftgeräte angegriffen. Na gut, es hat einen Hexenschuss verursacht und somit hätte ich endlich wieder Probleme mit dem Rücken 😢 Da ich von dort gleich zum Arzt gefahren bin und mir eine dieser Wunderspritzen abgeholt habe, hielt sich der Schmerz diesmal aber in Grenzen. Wurde allerding bis Freitag krankgeschrieben, was nicht verkehrt war, denn Sitzen macht natürlich Problem. Mittwoch habe ich mit dem Sport ausgesetzt (nur Spazieren stand auf dem Programm) ab Donnerstag dann aber in gewohnter Manier weitergemacht. Radfahren ging leider nicht wirklich, dafür bin ich dann eben Joggen gewesen (wo ich von mal zu mal Verbesserunegn feststelle). Und beim Krafttrainig habe ich die Hexe auslösende Maschine mit Verachtung gestraft und links liegen lassen. An den anderen Geräten ging es weitgehend gut, wenn ich hier und da auch über den Schmerz hinweg trainiert habe. An sich geht’s mir gut, nur langes Sitzen ist weiterhin unschön. Doof, dass ich mich am kommenden Montag zu einem Seminar angemeldet habe. 😏

Am Freitag ist etwas eingetreten, was ich schon sehr sehr lange nicht mehr hatte und wo ich mich auch zurückversetzt fühlte in unschöne Zeiten. Ich habe eine Hungerattacke bekommen. Ich hatte Lust auf alles, auf Süßes, Saures und Herzhaftes. Immer wieder bin ich an die Erdnüsse, an den Käse und an die Schoki gegangen und habe mir stets was „gegönnt“. Auf meinem Balkon ist ein Eichhörnchen aufgetaucht, wäre ich schneller gewesen- ich hätte den Grill angeschmissen. 😁 Normalerweise gönne ich mir ab und an ja ohne schlechtes Gewissen auch mal etwas Leckeres außer der Reihe aber ich habe dafür dann auch stets noch Guthaben auf meinem Kalorienkonto. Hatte ich am Freitag nicht. 😢 Über dieses Verhalten habe ich mich wirklich am Freitag sehr geärgert . Dafür bin ich am Samstag, an dem eigentlich „nur“ Krafttraining im Fitty auf dem Programm stand, um sechs Uhr in der Früh zusätzlich zum Joggen gegangen und ins Fitty dann am Mittag. Irgendwann, werde ich gewichtstechnisch soweit sein, dass ich auch mal einen Tag über die Stränge schlagen kann aber im Moment will ich das nicht.

Und es gibt noch eine super-mega-grandiose-fantastische Nachricht. Es gibt in der Metro wieder Wassereis zu kaufen 👏😀 Ich freu mich so, hatte ich doch schon einmal von meiner Sucht berichtet Ralf und die Sucht Habe mich natürlich gleich mal eingedeckt..😁

 Zum Schluss noch die persönliche Meinung meiner Waage zu meinem Ess- und Sportverhalten in der vergangenen Woche. Und dafür kann ich sie heute überhaupt nicht leiden. Ein Plus von 1,4 KG zeigt dieses Mistding mir an. Ich hasse sie!! 😉

Habt eine schöne Woche und bleibt gesund!

 

 

Devotionaler Kitsch und die Schönheit des Ruhrpotts

Hatte heute einen beruflichen Termin in Kevelaer. Kevelaer am Niederrhein – ein Wallfahrtsort, weil es dort Anno Tuck irgendwann einmal zu einer Marienerscheinung gekommen sein soll. Ich persönlich kann mit dieser ganzen Wallfahrerei ja nix anfangen. Aber hier halte ich es da mit dem alten Fritz, jeder nach seiner Façon. Jedenfalls habe ich mir natürlich auch die ein oder andere Kapelle, die dort alle rund um den Kappellenplatz angeordnet sind, angeschaut. Viele Menschen waren dort unterwegs, in kleinen Gruppen, allein oder als Paar. Die Kerzenkapelle hat mich am meisten beschäftigt. Es ist schon erstaunlich, wie man auf so kleinem Raum so viele Kerzen unterbringen kann und – jetzt kommt s – diese auch alle am brennen hält. Ich frage mich, ob die durchgehend brennen oder ob nach Ladenschluss der Küster – oder ein staatlich geprüfter Kerzenfachmann – sie alle auspustet, um sie am nächsten Morgen wieder zu entzünden. Das wäre ein Full-Time Job.

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Aber der Kracher waren all die Devotionaliengeschäfte, die dort allen möglichen Ramsch verkaufen. Von Toilettenpapier mit dem Konterfei der Gottesmutter bis zu einer Christus-Wackel Figur gibt es dort alles. Unglaublich!! Hat nicht Jesus damals schon die Händler aus dem Tempel vertrieben (nachzulesen in allen 4 Evangelien)? Wo ist dem Mensch, der heute diese Geldmacher vertreibt? Mit Religion und Glauben hat dies in meinen Augen nichts mehr zu tun.

Ich habe mir überlegt, irgendwann mit ein paar Freunden mal dorthin zu fahren und dann eine Rallye zu starten. Jeder hat eine Stunde Zeit und muss die kitschigste Devotionalie kaufen, die ihm/ihr vor die Augen kommt. Wird sicher ein Riesenspaß!

Als ich nach Hause kam, war Presslufthammer Bernhard unten im Haus zugange und hat die Fliesenböden rausge-presslufthammert. Himmel, was ein Lärm. Fiel besonders auf, weil ich ja noch die Ruhe der Kerzenkapelle in mir hatte. Also habe ich mich fix umgezogen und auf´s Rad geschmissen. Dabei eine nette 30 KM Route entdeckt, die ich sicherlich noch einmal fahren werde. UNd da ich beim Rad fahren mittlerweile ja recht sicher bin, habe ich flott mein Handy gezückt und während der Fahrt ein paar kurze Momente für Euch aufgefangen um Euch mal zu zeigen, wie schön es hier mitten Ruhrpott ist. (Vonwegen Männer seien nicht Multitaskingfähig;-) )

Zunächst ein ganzes Stück entlang des Wesel-Dattel Kanals

Und dann ein wenig quer-Feld ein.

Bleibt gesund!!

Freud und Leid an einem Sonntag

Hui, was für ein Tag. Nach dem sonntäglichen Schwimmen (es waren heute übrigens wieder 60 Bahnen) stand das wöchentliche Wiegen auf dem Programm. Und ja, ich habe es geschafft, die Waage lügt nicht (oder selten). Mit dem heutigen Tag habe ich 30,2 KG abgespeckt. Ein Feiertag für mich, ich freue mich weg. 🙂 Das erste Etappenziel ist somit erreicht.

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Nach einem Müslifrühstück habe ich mich dann noch aufs Rad gesetzt und wollte eigentlich nur eine kleine Runde drehen (also max. 15 KM). Da ich keine festen Strecken fahre, sondern immer der Nase nach und dort abbiege, wo ich denke das es nett zu fahren ist, bin ich heute an Orten gelandet, die ich nun gar nicht kannte. Irgendwann erreichte ich den Wesel-Datteln-Kanal und da ich weiß, das dieser an Hünxe vorbeikommt ( ein Ort, von wo aus ich die Strecke nach Hause einigermaßen kenne) bin ich diesen landschaftlich herrlichen Weg entlang des Kanals gefahren. Was mir nicht bewusst, war: Von dieser Radstrecke kommt man nicht so einfach zwischendurch wieder auf die Straße. Also fuhr ich und fuhr ich ohne auf Hünxe zu treffen, bis es mir zu bunt wurde und ich an einer Brücke, die dort hochführenden Treppen nutze,  um wieder auf eine Landstrasse zu landen. Die war mein Verhängnis, denn nun wusste ich nicht mehr wo ich war. 😦  Und wie ich schon einmal schrieb, habe ich null Orientierungssinn. Keine gute Ausgangsbasis, wenn man nach Gefühl weiterfahren will. Durch Waldlandschaften bin ich gefahren, in dem kein Mensch zu sehen war. Mal abgesehen von Gedanken wie „Was mache ich, wenn mir hier was passiert?“ Ich hätte nicht einmal jemanden dort hin lotsen können. Es wurde Minute um Minute einsamer. Bis ich plötzlich Waldhörner hörte, die das Halali anstimmten. Grandios Ralf, Du fährst gerade mitten durch eine Jagd und hast nicht einmal eine von diesem Neonwesten an. Vermutlich wirst Du nun von einem übereifrigen Jäger erschossen, der dich für einen Bären auf dem Fahrrad hält. (Ist doch möglich, aus dem Zirkus ausgebrochen oder so!)  Ich bin also dem Klang der Waldhörner entgegengefahren (weil an den Hörnern müssen ja Menschen hängen) immer in Bereitschaft, sobald ich jemanden sehe „Nicht schiessen!“ zu rufen. Die Jagd stellte sich dann aber als eine Goldene Hochzeit heraus, die im Garten eines völlig abgelegenen Waldhäuschen gefeiert wurde. Knapp dem Tode entrungen,  ließ ich mir von einem der Anwesenden den Weg Richtung Heimat erklären. Leider hatte ich wohl nicht mehr genügend Sauerstoff im Kopf, um mir alles zu merken. Was zur Folge hatte, dass ich irgendwann wieder falsch abgebogen bin. Und von dort an ging es stetig bergauf. 😦 Unglaublich wie viele „Berge“ es hier gibt. Meine Wasserration war zwischenzeitlich zu Ende und mir brannten, als ungeübter Bergaufradfahrer, die Oberschenkel wie Hölle. Als dann noch die ersten Regentropfen vom Himmel fielen, wusste ich, dass der liebe Gott mich nicht leiden kann. Das ich ihn in den nächsten Tagen mal in der Kirche besuchen gehe, kann er vergessen.

Irgendwann erblickte ich von weitem (von sehr weitem) die Kirchturmspitze bei uns im Dorf. Das ist ja ein Vorteil gegenüber der Stadt, dass man sehr weit gucken kann. Diese stets vor Augen habe ich dann noch einmal alles gegeben und bin dann von Regen und Schweiß durchnässt bei mir zuhause eingetroffen. Von der Strecke her waren es auch gerade mal knapp 40 KM (also eine Strecke die ich schon öfter gefahren bin) aber da gut 80% davon bergauf gingen, war ich fix und foxi. Schnell ein paar Nudeln gekocht (ich brauchte jetzt Kohlenhydrate), ein heisses Bad eingelassen und dieses erst verlassen, als die Finger schrumpelig wurden. Ich spüre schon jetzt, wie sich der Muskelkater vorbereitet um mir morgen einen fiesen Tag zu bereiten.

Aber…ich sage nur -30KG!! Da kann mir nichts den heutigen Tag versauen! 🙂

Bleibt gesund!

Ein entspannter Sonntag

Sonntag ist Schwimmtag und Tag der Waage. Im Hallenbad war es heute morgen um 7 Uhr Hölle voll. Das schöne Wetter treibt die Menschen wohl aus den Federn. Aber müssen die alle Schwimmen gehen? Naja, habe 50 Bahnen hinter mich gebracht. Danach dann auf die Waage – weitere 2 KG in der letzten Woche runtergearbeitet. 😀 Jetzt kratze ich an der -30 KG Marke. Zufrieden mit der Aussage der Waage noch ein Stündchen ins Bett verkrümelt. Um 9 Uhr raus und den Körper erst einmal mit Kaffee versorgt, mit viel Kaffee. Dann auf’s Rad und in Rund 2 Stunden knapp 40 KM weggeradelt. Vor einem halben Jahr wäre ich nach 50 Bahnen Schwimmen schon mit Schnappatmung in die Klinik eingeliefert worden. 😁 Und dann, ging es ab auf die Liege und Sonne tanken.  

 Mein langweiliges Buch endlich zu Ende gebracht, ab und an mal gedreht (strengt auch irgendwie an 😉) und mir am Nachmittag eine halbe Wassermelone gegönnt. 🍉

Jetzt fertig machen für die Lindenstraße (JA, ICH SCHAUE DIE LINDENSTRASSE! UND DAS SCHON, SEIT ES SIE GIBT!) Und dann das Wochenende mit dem Tatort ausklingen lassen.

So gefallen mir Sonntage richtig gut. 😀

Hasta pronto!

Entgegenkommend 

In diesem Jahr fiel unser Sommer auf einen Donnerstag. Heute ist ist dieser Donnerstag, Fronleichnam und somit Feiertag hier bei uns in NRW. Gleich seit dem Morgen strahlt die Sonne vom Himmel und mir macht das automatisch gute Laune. Nachdem ich ausgeschlafen war und in Ruhe das Frühstück hinter mich gebracht habe, bin ich aufs Rad gestiegen um wieder ein paar Pfunde abzustrampeln. Während meiner kleinen Tour (es sind knapp 40 km schlussendlich geworden) bin ich unter anderem durch einen Teil Gladbecks (kleine Stadt hier im Ruhrpott) gefahren. Irgendwann bin ich durch einen bewaldeten Bereich gefahren. Ich wunderte mich ein wenig, dass mittendrin an einer Abbiegung, von Baum zu Baum dieses rot-weiße Flatterband gespannt war.  Da man den Weg aber sehr weit einsehen konnte und ich keine weiteren Hindernisse entdecken konnte, hob ich das Band und setzte meine Tour fort. Nach kurzer Zeit kamen mir vereinzelt Läufer entgegen, so dass ich mich in meinem Verdacht, dass irgendwelche Spaßvögel das Flatterband gespannt hatten, bestätigt fühlte. Ich wurde schnell eines besseren belehrt, denn unmittelbar nach dem ich auf die ersten Läufer traf, sah ich eine sehr große Menschenmenge auf mich zueilen. Da ich bei diesen dann auch diese Brustnummernschildern entdeckte, habe ich Miss Marple gleich kombiniert, dass ich hier wohl einem Marathonlauf entgegenfahre 😱. Ganz fix bin ich vom Sattel runter, habe das Rad in die Büsche geschmissen und die schwitzende Menge vorbeigelassen. Danach dann aber ganz schnell wieder auf den „richtigen“ Weg zurückgekehrt und den Wald fix verlassen. 

Ja, ich bin schon ein sehr entgegenkommender Mensch. 😎