Urlaub im Hotel – nicht meins!

Hallooooo….ich bin wieder da! 🙂

Hach was war es schön! Eine Woche Sonnenschein auf meiner Insel mit meinem Liebsten. Eine durchweg wunderbare Zeit, wenn da nicht….

Ich mache es mal kurz- Urlaub auf Granni in einem Hotel ist definitiv nicht meins! All die letzten Jahren (und es sind schon weit über 20) in denen ich Gran Canaria besucht habe, war ich stets als Alleinversorger in einem Bungalow untergebracht. Frühstücken zu einer Zeit, die mir in den Kram passt und abends dann auswärts essen. In diesem Jahr war ich dann nun gemeinsam mit Lars, aus verschiedenen Gründen, erstmalig in einem Hotel -Halbpension und Zimmer mit Meerblick – eingebucht. Das Hotel war mir von meinem Besuchen und vom „Vorbeilaufen“ bekannt, daher habe ich dieses auch ohne große Bedenken gebucht. Es ist kaum zu beschreiben, was für ein Lärm in einem solchen Hotel tagsüberüber vorherrscht. Zum einen verursacht durch die Menge an Menschen, die ja gerne auch mal ihre lauten kleinen Menschen im Gepäck  haben und dann noch durch Lautsprecherbeschallung, denn der gemeine Urauber dort wollte mit Animationsprogrammen unterhalten werden. Auch etwas, dass ich nicht nachvollziehen kann. Können die Menschen sich nicht selbst beschäftigen? Aber nun ja- jeder nach seiner Facon – aber nicht meins. 😏 An einem Tag haben wir es tatsächlich versucht, es uns an einem der Pools (es gab der Zahl drei ) gemütlich zu machen, was wir aber wegen der Lautstärke schnell wieder aufgegeben haben. Zum Brüllen fand ich übrigens die Situation als Lars uns an der Poolbar (!!!) etwas zu trinken holen wollte und dort abgewiesen wurde, weil er naß sei. An einer Poolbar! Die Poolbar stellte eine Theke neben dem Pool dar- also keine besonderen Böden o.ä. die hätten durch Feuchtigkeit kaputt gehen können. Das man nicht in Badeklamotten zum Essen geht, leuchtet mir ja ein, aber an einer Poolbar nicht bedient zu werden (nachdem man übrigens vorher minutenlang in der Schlange gestanden hat) weil man noch Wasser vom Schwimmen auf der Haut hat, finde ich schon merkwürdig. Auch nicht meins.😏

Dann musste ich feststellen, dass es die „Liegenreservierer“ oder wie ich sie gerne nenne, die „Handtuchwerfer“ wirklich gibt. Ich nahm bislang an, dies sei eine witzige Idee des Fernsehns, aber nein. Es sind tatsächlich morgens in allerhergotts Frühe Menschen mit ihren Handtüchern am Pool aufgetaucht um dort Liegen für die Großfamilie zu „reservieren“ und dann wieder ins Bett oder zum Frühstück oder was weiß ich wohin zu verschwanden. Meins ist das ganz sicher nicht! 😡 Und nebenbei erwähnt-  das waren hier in den seltenstens Fällen deutsche Urlauber, der Spanier kann das auch ganz gut.

Die Essensversorgung in einem solchen Hotel ist ja stabsplanmässig organisiert. Wir gehörten zur „ersten Schicht“ und durften unser Frühstück in der Zeit von 07:45 – 08:30 Uhr und das Abendessen zwischen 19:00 und 20:00 Uhr einnehmen. Man hätte also auch im Urlaub immer so etwas wie feste Termine. 🙁 Das hatte schon was von Fütterungszeiten. Ne, ne- nicht meins. 😏


Ich bin ja nicht so der Strandlieger im Urlaub. Lars zu Liebe, der das eben mag, habe ich mich also (und das erstmalig in all den Jahren die ich schon dort meinen Urlaub verbringe) auch an dem ein oder anderen Tag mit meinem Astralköper an denStrand  geworfen (mit den Bildern im Kopf müsst ihr jetzt leben 😉). Niemand hat, in der Befürchtung das Wale gestrandet sein, Greenpeace gerufen, dass hat mich beruhigt. 😜 Ich gestehe, die Schwimmerei im Meer war wirklich herrlich. Dumm, dass ich Schussel mich beim ersten Gang ins Meer ohne Flip Flops auf dem Weg von der Liege zum Wasser gemacht habe. Der Sand ist doch sehr heiß und so habe ich mir doch tatsächlich die Füße soweit verbrannt, dass es zu einer kleinen Brandblase kam. 😢

Ich musste feststellen, dass der Verleih von Liegen ein luraktives Geschäft ist. Die Preise variieren dort von Strand zu Strand und bringen der Stadt (wir haben das mal überflogen) monatlich nur für unseren Strandabschnitt rund 50.000,00 EUR ein. Ich denke momentan darüber nach, zum Standliegenfachverleiher umzuschulen.😊
Da fiel in diesen Urlaub ja auch noch mein Geburtstag (der eigentliche Grund, warum ich stets im August dorthin abhaue t 😁) und ich wurde von meinem Larsi mit Karten für das Udo Jürgens Musical „Ich war noch niemals in New York“ überrascht. Ich freue mich riesig darüber und im November werden wir also zu Udos Liedern das Colosseum in Essen rocken. 👏😄

Und nicht zuletzt war dieser Urlaub ja auch eine Art Belastungsprobe für Lars und mich. Es ist ja schon etwas anderes, wenn man plötzlich 24 Std. am Tag aufeinander hängt und das über mehrer Tage. Da sollen ja frische Beziehungen schon schnell wieder auseinander gegangen sein, weil in dieser Zeit festgestellt wurde, dass der andere doch mehr „Macken“ hat, als man ertragen kann oder will. Bei uns war es definitiv nicht so! Natürlich gab es auch die ein oder andere Reiberei aber wenn ich die Zeit nun Revue passieren lasse, hat der Urlaub unsere Beziehung eigentlich nur gefestigt. Und das gibt mir ein sehr gutes Gefühl. 😍

Hier noch ein paar Impressionen von unserer kurzen gemeinsamen Woche.

Wie es immer so ist, war die schöne Zeit dort rubbeldiekatz vorbei und wir sind den Rückflug angetreten. Allerdings wurden wir ja auch in Deutschland mit herrlichstem Wetter empfangen, so das die Umstellung nicht ganz so schwer viel. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub und so freuen wir uns nun auf die Zeit im Dezemeber dort. Dann werden wir uns auch einen Mietwagen nehmen und ich werde Lars ein wenig was von der Insel zeigen. Diesmal war es wirklich ein Faullenzer Urlaub ohne großes Sightseeing.

Ich bin in den letzten Tagen dann schnell wieder aktiv geworden (Radfahren, Fitty- wo ich gleich mit einem neuen Trainingsplan versorgt wurde) habe mich aber bislang wirklich nicht auf die Waage getraut. Sie wird mir ein fürchterliches Ergebnis anzeigen und das will ich noch gar nicht wissen. Schon allein weil es mir die gute Laune, die der Urlaub  hinterlassen hat, verhageln würde. Und das wird der Büroalltag in der nächste Woche schon übernehmen, das muss ich mir nicht vorher antun. 😏

Donnerstag hatte ich noch meine Ma mit ihrem Partner und meine Schwiegermutter – was die Jutta ist, mit ihrem Partner  zu Kaffee und Kuchen zu mir eingeladen. Lars habe ich beim backen mal gleich eingespannt und ihn mit den Aufgaben eines Lehrlehrlings betraut, wie zum Beipiel das Pflaumenentkernen und später den Teig damit zu belegen. 😂 Hat er grandios gemacht👍 Also haben wir mit Pflaumenkuchen und Frappé Torte schon wieder geschlemmt. 


Ab morgen hat mich dann der Arbeitsalltag wieder☹️ Aber es sind nur zwei Wochen, dann habe ich schon wieder Urlaub und Lars und ich werden für drei Tage nach Leipzig fahren. Ich freue mich drauf und werde davon berichten.

Habt eine gute Woche und bleibt gesund! 

Ab in den Urlaub und ein wenig was Ernstes

Ich will euch ja nicht neidisch machen, aber ich während ihr diesen Beitrag lest, sitzen Lars und ich schon am Flughafen, sind schon in der Luft oder sogar schon auf Gran Canaria 🙂

Aber einen kurzen Blick in die letze Woche wollen wir doch noch werfen. Der Sonntag begann bei mir in der Früh mit einer flotten Radrunde (also für meine Verhältnisse flott). 42,5 KM in 1:55 h. Danach tat mir nicht der Hintern oder die Beine weh sondern meine Schulter- habe wohl etwas verkrampft auf dem Rad gesessen. Na jedenfalls, wie ich so unterwegs war ist mir aufgefallen, dass ich in meinem letzten Beitrag etwas ganz wichtiges vergessen habe – nämlich auf den neuen Blog meines MFP Mitstreiters André hinzuweisen. Das ist mir allein schon deshalb so wichtig, weil er auch einer der wenigen Radfahrer in unserem „Club“ ist. Also will ich das hiermit ganz schnell nachholen und sage „Sorry Captain“, dass dies erst mit einer Woche Verspätung geschieht: Schaut unbedingt bei ihm vorbei: Balu und seine crew

Ein wenig ernst möchte ich mit diesem Beitrag noch werden.

Es gibt ja Wehwehchen, die gehören bei uns zum Alltag und man spricht im Freundes- und Bekanntenkreis gerne und unverklemmt darüber. Da gibt es den Rückenschmerz oder die Migräne. Auch Verdauungsprobleme sind ein immer gerne genommenes Thema. Dann gibt es aber noch die Erkrankungen, die nicht so wirklich greifbar sind, weil kein einzelner Körperteil oder ein Organ angegriffen sind, sondern die Seele. Und diese werden, meist einfach nur aus Unkenntnis und Unsicherheit, totgeschwiegen oder Betroffenen schnell mal als „durchgeknallt“ abgestempelt. Eine der bekanntestes Erkrankungen der Seele ist sicherlich die Depression. Die Zahl der depressiven Menschen ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen.

Nun ist es mir passiert, dass ich vor einigen Monaten plötzlich mit einer dieser Erkrankungen konfrontiert wurde- mit der Bipolaren Störung. Mein Lars ist daran erkrankt und hat mir dies auch gleich zu Beginn unserer Beziehung gesagt. Ich gestehe, dass ich das anfangs wohl übers Ohr aufgenommen aber nicht gleich realisiert habe. Erstens, weil für mich keine Erkrankung ein Hindernis darstellt, wenn ich jemanden liebe (höchstens eine Herausforderung) und zweitens weil ich gar nicht wirklich wusste, um was es sich genau handelt. Mittlerweile habe ich mich natürlich in das Thema eingelesen. Kurz gesagt handelt es sich um eine Erkrankung, die sowohl starke depressive Phasen als auch genau gegenteilige manische Phasen mit sich bringt. Bipolare Störung

Lars hat seine Erkrankung derzeit gut im Griff, das liegt sowohl an einer guten Medikation, einer begleitenden Therapie durch eine Psychologin und eine Behandlung, namens Elektrokrampftherapie (EKT), die mir einen Schauer über den Rücken gejagt hat, als ich erstmalig davon hörte. Bei dieser EKT geht Lars in die Klinik und ihm werden unter Narkose Stromimpulse gesetzt, die einen- für ihn nicht spürbaren-Krampfanfall auslösen. So spuky sich das anhört, ist dies in der Tat eine gar nicht neue Maßnahme um einen antidepressiven Effekt erzielen. Lars lässt diese EKT alle zwei Monate über sich ergehen und ihm geht es gut damit. So stand eben auch in der vergangenen Woche dieser Termin an. Montag ist er in die Klinik gegangen, wo zunächst einige Voruntersuchungen auf dem Programm standen und Dienstagmorgen dann die eigentliche EKT. Ich wollte ihn dann am Nachmittag aus der Klinik abholen. Was für ihn mittlerweile Routine ist, war für mich ja nun ganz neu. Ich war schon am Montagabend total aufgeregt und habe mir, obwohl mir Lars immer wieder sagte, dass das alles halb so schlimm sei, schon einen Kopf gemacht. Dienstag war ich bereits um 5 Uhr hellwach und da er recht früh zum EKT sollte, kreisten meine Gedanken an dem Morgen nur um ihn. Gegen 9:30 Uhr bekomme ich von ihm eine WhatsApp Nachricht: „Kannst mich heute nicht abholen, es gab einen Narkosezwischenfall und ich hatte Atemaussetzer“.  Mir ist in dem Moment fast das Herz stehen geblieben. Ich bin ja talentiert daran, mir immer gleich das schlimmste auszumalen und somit war  an arbeiten an dem Tag nicht mehr zu denken. Ich habe mir also seine Ma ins Auto geladen und wir sind in die Klinik gefahren. Um es kurz zu machen- ihm geht es gut und diese Situation kann- wenn auch selten- eintreten. Die EKT wurde am Mittwoch dann erfolgreich wiederholt.

Was mich am Dienstag jedoch auf die Palme gebracht hat, war die Stationsärztin. Von ihr wollten wir (Lars Ma und ich) wissen, was genau passiert ist, wie das kommt, welche Ursachen es hat, welche evtl. Konsequenzen,…eben dass, was man als Angehöriger wissen will. Das ich nun keine Informationen bekomme, war mir klar, wir stehen ja in keinem verwanschaftlichen Verhältnis zueinander. Aber selbst die Mutter wurde von der Ärztin zunächst mit den Worten abgespeist, dass sie ja jetzt keinen Termin habe und sie daher keine Zeit habe!?!?  Da ist mir fast Dr Kragen geplatzt 😡 und ich habe sie deutlich darauf hingewiesen, dass dieser Vorfall am Morgen ja wohl auch ohne Termin eingetreten sei und es doch nicht zu viel verlangt ist, sich nun fünf Minuten Zeit zu nehmen um uns aufzuklären. Man habe ja Lars bereits alles erklärt, dass müsse ausreichen, war die Antwort und dann hat sie uns die Türe ihres Zimmers vor der Nase zugemacht. Es ist ja nicht so, dass wir Lars nicht glauben würden, aber er stand am Morgen ja noch unter Einfluss der Narkosemedikamente und daher war es ja nicht unwahrscheinlich, dass er gar nicht alles aufgenommen hat, was man ihm gesagt hat. Über diese Arroganz, mit der die Ärztin sich gegeben hat und die offensichtliche soziale Inkompetenz könnte ich mich noch heute aufregen.😡😡😡

Am Mitwoch bin ich wie Falschgeld durch die Gegend gelaufen, bis endlich die Nachricht kam, dass alles glatt gelaufen ist und ich ihn am Mittag abholen kann. Lars und ich starten nun in den ersten gemeinsamen Urlaub und lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Sicherlich wird die Erkrankung in unserem gemeinsamen Leben eine nicht unwichtige Rolle spielen und ich werde noch viel darüber lernen müssen- aber eines stellt sie für mich keinesfalls dar- ein Hindernis. Und die Angst, die ich um ihn am Dienstagmorgen hatte, als die WhatsApp Nachricht eintraf, zeigt mir nur wie sehr ich diesen Kerl liebe. 😍

Übrigens habe ich mir vorher das OK von Lars geholt, bevor ich diesen Beitrag hier veröffentlicht habe.

Gewogen wurde in dieser Woche nicht- die Anzeige nach dem Urlaub wird schlimm genug werden 😉

Bleibt gesund!

 

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Zunächste einmal wünsche ich Euch allen ein gutes, gesundes und zufriedenes neues Jahr (ich glaube heut darf ich das noch 😉 )

Nun bin ich schon fast eine Woche von den Kanaren zurück und kann nur eins sagen: ICH WILL ZURÜCK! Allein des Wetters wegen. Auch wenn wir hier bislang vom Schnee verschont geblieben sind, finde ich es hier einfach nur kalt und schmuddelig. Ich konnte in den letzten Wochen Sonne pur und gut 26 Grad Celsius genießen, da deprimiert das Wetter hier gleich doppelt.

Es war eine herrliche Zeit, pünktlich und problemlos bin ich am 23.12. auf Gran Canaria gelandet. Auch diesmal hatte ich es nicht mit Kapitän Zacharias zu tun, sondern mit Herrn Schröder. Als seine seine Ansage im Flieger erfolgte, bekam ich den ersten Lachflash, denn er hörte sich Original an wie Atze Schröder. Gut, er war nicht sonderlich witzig (ist ja auch nicht sein Job), flog aber auch nicht so schlecht, wie es Atze wahrscheinlich täte. Mietwagenübernahme am Aeropuerto ging fix und kaum 60 Minuten nach der Landung war ich bereits am Bungalow und hatte den Atlantik vor Augen….hach herrlich, wie nach Hause kommen.😎

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Ich hatte mir ja vorgenommen, in diesem Urlaub so viel Bewegung wie möglich einzubauen aber nicht auf Kalorien zu achten und zu essen und zu trinken, wonach mir ist. Beides habe ich auch erfolgreich umgesetzt. Insgesamt habe in diesem Urlaub rund 200 (!) km zu Fuß zurückgelegt. Hinzukommen Tätigkeiten wie Radahren und Laufen (Walken/Joggen). Letzteres entlang des Meeres ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.

Selbst in der Nacht war ich aktiv- auf der Jagd. Leider hatte es sich in unserem Bungalow in diesem Jahr eine Kakerlaken Großfamilie gemütlich gemacht und diese galt es auszurotten. 😱 Kakerlaken sind auf den Kanaren nicht ungewöhnlich und gehören dazu, wie bei uns ein Käfer oder sonstiges Krabbelgetier. Sie sind aber wirklich nicht schön und IM Bungalow möchte ich sie schon gar nicht haben. Als ich am ersten Abend in den Bungalow kam entdeckte ich zwei von ihnen in der Küche. Eine normale Anzahl, besonders wenn so ein Bungalow ein paar Tage nicht bewohnt war. Ich diesen beiden also mittels einer mechnischen Zerquetschungshilfe (Flip-Flop) das Leben beendet und prophylaktisch mit einer chemischen Keule, Küche und Eingansbereich „vernebelt“. Als ich mitten in der Nacht die stillen Örtlichkeiten aufsuchen wollte und die Tür meiner Schlafkammer öffne, sehe ich (sofern man bei mir von sehen reden kann, wenn ich keine Brille aufhabe 🤓) direkt vor mir, einen großen schwarzen Fleck auf den weißen Fliessen, der a) da beim zubettgehen noch nicht war und b) dort auch nicht hingehört. Ein Exemplar von rund 8 cm Länge und daumenbreit saß vor mir.😱 „Gefahr!“ denken und handeln hätten in dem Moment eins sein sollen. Aber ich stand dort ja barfuß und meine Flip Flops gut 1,5 m von mir entfernt. Lasse ich das Biest aus den Augen. läuft es weg und ich weiß nicht wohin es ist. Das hätte bedeutet, ich hätte aus dem Bungalow ausziehen müssen. Behalte ich es im Auge, heisst das, die Nacht ist zu Ende und wir schauen und nun in die Augen, bis es hell wird. Recht schnell habe ich mich jedoch erinnert, dass diese Viehcher normalerweise die Flucht ergreifen , wenn jemand kommt oder es hell wird. Also ist dieses Exemplar nicht mehr ganz fit. Ich also doch ganz mutig zwei Schritte zurück gemacht (ohne Mr. Cucaracha aus den Augen zu zu lassen), meinen Turnschuh gegriffen und baaaammm. Erleichtert und stolz ob dieser Heldentat dachte ich mir: So, Kehrblech her und ab damit ins Klo. Und hier begann der Wahnsinn. Ich habe in diesem Moment das Licht in der Küche (dort steht das Kehrblech) angeschaltet und gedacht ich bekomme einen Schlaganfall. Überall auf dem Boden lagen Kakerlaken herum, die alle noch nicht tot, jedoch Dank meiner chemischen Keule vom Abend enorm angeschlagen waren. Diese „lebenden Leichen“ fand ich dann ebenfalls noch im Bad, in der Dusche und im zweiten Schlafzimmer. Mittels einer Fliegenklatsche, die ich auf dem TV entdeckte, habe ich allen dann den Todesstoß verpasst. Beim Aufkehren habe ich dann 18 an der Zahl gezählt. Ich überlege noch, mir ähnlich dem tapferen Schneiderlein,  „18 auf einen Streich“ auf ein T-Shirt drucken zu lassen 😁 In dieser Nacht hatte sich Schlaf für mich erledigt. Naja, ich musste ja  eh wischen! 😂Auch in den nächsten Nächten sollte ich noch jeweils 2-3 dieser possierlichen Tiere finden. Keine hatte ein Chance. OK, vermutlich habe ich mir, Dank der zwei Flaschen Giftspray die ich dort verballert habe, auch einen Lungenschaden eingefangen, aber das war es wert.

In den ersten zwei Tagen war es wohl warm und auch schön, aber leider hatte mal wieder der Calima (ein warmer Ostwind, der von der Sahara kommt, die ja nur rund 250 km entfernt ist) die Kanaren heimgesucht, der feinen Sandstaub in der Luft verteilte und die Sicht eintrübte. Danach war es aber schön wie im Hochsommer.

Heidi, eine sehr gute Freundin, reiste am 26.12. nach. Wir haben uns vor rund 20 Jahren auf der Insel kennengelernt und teilen uns gemeinsam seit vielen Jahren unsere Unterkunft. Eigentlich hätte sie um 13 Uhr landen sollen, schickte mir jedoch gegen 11 Uhr eine WhatsApp Nachricht und teilte mir mit, dass sie wegen eines Feuers an Bord der Maschine in Bordeaux notgelandet wären. Hier stellte sich heraus, dass die Powerbank (mobiles Ladegrät für z.B. Smartphones) einer Passagierin in ihrer Handtasche Feuer gefangen hatte und somit zu diesem Stopp geführt hat. Der Brand, der wohl eine extreme Rauchentwickling zur Folge hatte, konnte schnell gelöscht werden und niemand ist zu Schaden gekommen. Allerdings wurde in Bordeaux sowohl die Maschine als auch die komplette Crew ausgetauscht (ist wohl üblich, wie ich mir nun habe sagen lassen). Die neue Maschine wurde aus Berlin angefordert und hat einen Weiterflug erst nach rund 4 Stunden ermöglicht. Gut, dass nicht mehr passiert ist.

Am 26.12 sind noch weitere Freunde auf der Insel eingetroffen, mit denen wir auch schon viele, viele Jahre unseren Urlaub dort verbingen. Geminsam hatten wir schöne und mitunter feuchtfröhliche Abende. Einzig der Sylvesterabend verlief nicht ganz so fröhlich, wie wir es bisher kannten. Da halfen auch die „Stimmungsgrundausstattungstüten“, welche in Spanien im Laufe des Abends an Gäste verteilt werden und welche die wichtigsten Utensilien für eine gute Party enthalten 😉 nicht weiter. Aber egal, die anderen Abende waren druchweg schön und gelungen.

 

Auf dem folgenden Bild seht Ihr, wie es bei uns aussxchaut. In dem Bungalow neben der ganz rechten Palme leben wir temporär (und auch die ein oder andere Cucaracha 😉 )

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Solche schöne Dinge bekommt man zu sehen, wenn man ganz früh unterwegs ist (ich war ja auch hier nur im Dunklen zum Joggen, allerdings da auch nicht allein unterwegs) .

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Eine Blütenpracht an einem Bungalow in unsere Nähe

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Zuhause fahre ich ja noch immer mit einem XXL Rad, also einem Fahrad welches für Übergewichtige Menschen gebaut wurde und mit bis zu 180 KG belastet werden kann. Da ich bis vor einem Jahr niemals meine Beine  über die Mittelstange eines Herrenrades bekommen hätte, habe ich mich seinerzeit bei der Anschaffung für ein Damenrad entschieden. Hier, auf Granni, habe ich mir nun ein richtig sportliches Rad angemietet und bin ganz begeistert. Das (jedenfalls ein ähnliches) wird auch meine persönliche Belohnung für meine Abnehmerfolge.

 

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Hier ein Bild von mir. Dieses wurde am gleichen Tag (eimal 2014 und einmal 2015) und am gleichen Ort gemacht.

 

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In der vergangen Woche war ich sportlich recht aktiv, wollte ich doch vor dem heutigen, ersten Wiegen im neuen Jahr (und nach Feiertagen und Urlaub) versuchen einigen gut zu machen. Step-Aerobic (erstmalig mit Hanteln…puhh), Radln, Walken/Joggen und schwimmen standen auf dem Programm. Schwimmen am Freitag und als ich meine Tasche zum dafür gepackt habe, musste ich feststellen, dass ich mal wieder meine Schwimmbrille, verloren, vergessen oder verlegt habe. 😟 Das ist glaube ich, mittlerweile die fünfte Brille. (Und nein, sie liegt auch nicht im Kühl- oder Gefrierschrank! 😁). Bin also meine 1500 m ohne geschwommen. Danach war ich blind. Himmel brannten mir die Augen. 😎

Nun ist Sonntag und somit Wiegetag. Ich wollte vorher noch gar nicht wissen, was die Feiertage und vor allem der Urlaub angerichtet haben.  Ich logge nun meine Kalorien wieder ordnungsgemäß bei MFP (im Urlaub habe ich stets nur Pauschalen eingetragen, die ich vermutlich stets zu meinen Gunsten „schön geschätzt“ haben. 😁). 

Das Ergebnis: Obwohl die Körpermaße (Bauch-, Po-, Oberschenkelumfang) allesamt um rund 1-2 cm zurückgegangen sind, hat die Waage ein sattes Plus von 3 KG angezeigt (also werden es wohl min. 4 Anfang der Woche gewesen sein) 🙁. Naja, da muss ich also wieder ein wenig Anlauf nehmen. Auch wenn das nicht schön ist, frustriert es mich gar nicht. Ich weiß woher es kommend vor allem weiß ich, wie es wieder verschwindet. 😋

 Da ich ja nun noch bis fast Ende Januar Urlaub habe, muss ich mal sehen, wie ich die Tage Fülle. Gestern habe ich mich drangemacht, mein Wohnzimmer zu tapezieren und meine Diele schreit auch noch nach einem neuen Anstrich oder Tapeten. Obwohl ich ja handwerklich eigentlich….sagen wir mal… Semitalentiert …bin, ist mir das Wohnzimmer aber ganz gut gelungen. Erstmalig Mustertapeten geklebt und ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. 😁

  

  

Bleibt oder werdet gesund! 

Und wieder daheim

Menno, da ist man kaum am Urlaubsort richtig angekommen und hat sich akklimatisiert, schon kannst Du wieder packen, weil die Zeit vorbei ist. Zeit ist eben relativ, wie der olle Einstein schon festgestellt hat.

Als letzte Woche Mittwoch morgens um 3 der Wecker klingelte, habe ich es schon ein wenig bereut, den ersten Flug gebucht zu haben. Obwohl ich ja eigentlich ein Frühaufsteher bin, habe ich mich an dem Morgen (besser in der Nacht) schon aus dem Bett quälen müssen. Ich schleppe mich also ins Bad und was entdecken dort meine noch nicht gänzlich geöffneten Augen? Auf dem Boden neben der Toilette befand sich ein etwa 8 cm langes braunes Etwas. Ja richtig- es sah genau so aus, wie das, an das ihr vermutlich nun denkt. Auch ich dachte so, war mir jedoch sofort sicher, dass ich meine Geschäfte definitiv in der Toilette erledige und nicht daneben. Ich also sofort sämtliche Lichter eingeschaltet und aus dem Schlafzimmer die Brille geholt. Da hatte sich tatsächlich eine Nacktschnecke in mein Bad verirrt. Ich frage mich bis heute, wie sie es in die zweite Etage geschafft hat, sie muss doch jahrelang unterwegs gewesen sein? Das Ding kurzerhand entsorgt und schwupps- war ich auch hellwach.

Da ich in meinen einwöchigen Augusturlaub stets meine Ma mitnehme, musste ich also noch einen Schwenker nach Essen machen um sie einzuladen. Eine Freundin von mir, die wiederum eine Arbeitskollegin im Gepäck hatte, wollten wir am Fliegerhafen in Düsseldorf treffen. Pünktlich um kurz vor vier habe ich also meine Ma in Essen eingeladen und aufgrund der leeren Autobahn waren wir auch ruck-zuck vor dem Airportparkplatz, wo ich für die Woche reserviert hatte. Wohlgemerkt VOR dem Parkplatz, denn vor mir stand eine Autofahrerin, bei der es Probleme mit der Einfahrt gab. Man muss bei Reservierungen vorab eine Kredit- oder EC Karte angeben, mit der man auf den Parkplatz einfahren will. Hier hat die junge Frau wohl eine andere Karte dabei gehabt als die, die sie nun einschieben wollte. Jedenfalls zog sich das ganz über 20 Minuten hin, bis sie endlich über die Gegensprechanlage den Airportmitarbeiter überzeugen konnte, sie hereinzulassen. Durch diese Verzögerung haben wir den geplanten Shuttlebus verpasst und mussten auf den nächsten warten. Dann erwartete uns am Flughafen die Sicherheitskontrolle, die ja mittlerweile mit diesen Ganzkörperscannern durchgeführt wird. Nicht die Kontrolle war das Problem, sondern die ca. 1,5 Mio. Menschen die davor standen. Da das Boarding für unseren Flug bereits im Gange war, ahnte ich hier schon Schlimmstes. Dies sollte sich auch bestätigen, denn in dem Moment als wir endlich durch die Kontrolle waren, kam der Hinweis über die Lautsprecher, dass wir uns gefälligst nun einzufinden haben, der Schalter würde schliessen. Panik kam auf, die uns entsprechend rennen ließ. Mit erwartungsvollen Blicken wurden wir im Flieger von allen anderen Passagieren begrüßt. Endlich an unseren Plätzen angekommen, ist doch glatt einer unserer Plätze von einem jungen Mädel besetzt. Ein freundlicher Hinweis von mir, dass dieser Platz doch wohl für mich reserviert sei (ich reserviere stets vorab einen XL Seat – allein wegen der Beinfreiheit und zahle dafür auch teures Geld), wurde von ihr mit dem Satz beantwortet: „Ich möchte gerne bei meinem Freund sitzen. Sie können ja meinen Platz in Reihe 12 haben, das ist sogar ein Fensterplatz!“ Nicht, dass es eine freundliche Frage nach einem Sitztausch gewesen wäre, nein, für Sie war  klar, dass ich mich auf ihren Platz setzen würde. Ich, noch stressgeplagt von der Warterei am Parkplatz und an der Sicherheitskontrolle antworte freundlich: „Herzchen – wenn ich einen Fensterplatz hätte haben wollen, hätte ich mir diesen vorab reserviert. Und wenn Sie bei Ihrem Freund sitzen wollen, können Sie gerne mit dem Flugpersonal klären, ob es zulässig ist, dass er sie auf seinem Schoß sitzen lässt. Diesen Platz geben Sie aber bitte nun frei.“ Gerade als sich ihr Freund noch einmischen wollte, meldete sich die Flugbegleiterin zu Wort, die das mitbekam und bat die junge Frau eindringlich nun zügig ihren zugewiesenen Platz in Reihe 12 aufzusuchen. Jetzt sag doch mal- was denken sich denn manche Leute…??

Endlich ging es los. Hierzu habe ich ja schon kurz etwas geschrieben Aber sowas von

Gegen 11 Uhr Ortszeit erreichten wir dann endlich unseren Bungalow in San Agustin und mit diesen Ausblick fing der Urlaub dann wirklich an.

Ich habe im Urlaub auf nichts verzichtet. Stets wurde gegessen, worauf ich Lust und Hunger hatte und natürlich am Abend auch der ein oder andere Cocktail vernichtet. Ich liebe ja Long Island Icetea 😃 Und den habe ich an meinem Geburtstag, der auch in diesen Urlaub fiel, in angemessenen Mengen genossen 😎😇

Was ich nicht gegessen habe, ist Gericht Nr. 037 😅


Am Tag waren wir nach dem Frühstück bis in den Nachmittag hinein stets unterwegs (Sightseeing und Co, was man als guter Tourist eben so macht) und an den Nachmittagen wurde gechillt. Gut drei Bücher habe ich in der Woche lesen können. Zweimal habe ich einen Walking-Joggingmix eingeschoben (am Meer entlang- hat mir sehr gut gefallen auch wenn ich mir eine fette Blase an der Ferse gelaufen habe!) und mit Hilfe eines Sonnenschirmständers aus Beton habe ich sogar Steppen können. Ich bin sehr gespannt, was die Waage am Sonntag sagen wird. Aber eben erst am Sonntag, vorher werde ich sie nicht betreten.

Ach ja ein interessantes Fahrrad habe ich in Mogan entdeckt, d.h. die Bereifung fand ich spannend. Da reden wir immer von schmalen Reifen um wenig Widerstand zu haben und dann sehe ich das.

IMG_1205-0Der Rückflug startete in Las Palmas mit einer zweieinhalb stündigen Verspätung. So etwas kann ich ja schon leiden. Und in Düsseldorf am Flughafen haben wir dann noch über eine geschlagene Stunde auf unsere Koffer warten müssen. Das nervt schon ein wenig und trug auch im allgemeinen bei den Passagieren nicht zu einer guten Stimmung bei.

Auch wenn ich am zweiten Tag wegen meiner Mandelentzündung noch einen Arzt aufsuchen musste, der mich mit einem Antibiotikum versorgt hat, war es ein herrlicher Kurzurlaub. Und bis ich wieder vor Ort bin, sind es nur noch 117 Tage, denn am 23.12.15 geht es wieder los. Jetzt hat mich der Alltag erst einmal wieder.

Bleibt gesund!