Ab in den Urlaub und ein wenig was Ernstes

Ich will euch ja nicht neidisch machen, aber ich während ihr diesen Beitrag lest, sitzen Lars und ich schon am Flughafen, sind schon in der Luft oder sogar schon auf Gran Canaria 🙂

Aber einen kurzen Blick in die letze Woche wollen wir doch noch werfen. Der Sonntag begann bei mir in der Früh mit einer flotten Radrunde (also für meine Verhältnisse flott). 42,5 KM in 1:55 h. Danach tat mir nicht der Hintern oder die Beine weh sondern meine Schulter- habe wohl etwas verkrampft auf dem Rad gesessen. Na jedenfalls, wie ich so unterwegs war ist mir aufgefallen, dass ich in meinem letzten Beitrag etwas ganz wichtiges vergessen habe – nämlich auf den neuen Blog meines MFP Mitstreiters André hinzuweisen. Das ist mir allein schon deshalb so wichtig, weil er auch einer der wenigen Radfahrer in unserem „Club“ ist. Also will ich das hiermit ganz schnell nachholen und sage „Sorry Captain“, dass dies erst mit einer Woche Verspätung geschieht: Schaut unbedingt bei ihm vorbei: Balu und seine crew

Ein wenig ernst möchte ich mit diesem Beitrag noch werden.

Es gibt ja Wehwehchen, die gehören bei uns zum Alltag und man spricht im Freundes- und Bekanntenkreis gerne und unverklemmt darüber. Da gibt es den Rückenschmerz oder die Migräne. Auch Verdauungsprobleme sind ein immer gerne genommenes Thema. Dann gibt es aber noch die Erkrankungen, die nicht so wirklich greifbar sind, weil kein einzelner Körperteil oder ein Organ angegriffen sind, sondern die Seele. Und diese werden, meist einfach nur aus Unkenntnis und Unsicherheit, totgeschwiegen oder Betroffenen schnell mal als „durchgeknallt“ abgestempelt. Eine der bekanntestes Erkrankungen der Seele ist sicherlich die Depression. Die Zahl der depressiven Menschen ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen.

Nun ist es mir passiert, dass ich vor einigen Monaten plötzlich mit einer dieser Erkrankungen konfrontiert wurde- mit der Bipolaren Störung. Mein Lars ist daran erkrankt und hat mir dies auch gleich zu Beginn unserer Beziehung gesagt. Ich gestehe, dass ich das anfangs wohl übers Ohr aufgenommen aber nicht gleich realisiert habe. Erstens, weil für mich keine Erkrankung ein Hindernis darstellt, wenn ich jemanden liebe (höchstens eine Herausforderung) und zweitens weil ich gar nicht wirklich wusste, um was es sich genau handelt. Mittlerweile habe ich mich natürlich in das Thema eingelesen. Kurz gesagt handelt es sich um eine Erkrankung, die sowohl starke depressive Phasen als auch genau gegenteilige manische Phasen mit sich bringt. Bipolare Störung

Lars hat seine Erkrankung derzeit gut im Griff, das liegt sowohl an einer guten Medikation, einer begleitenden Therapie durch eine Psychologin und eine Behandlung, namens Elektrokrampftherapie (EKT), die mir einen Schauer über den Rücken gejagt hat, als ich erstmalig davon hörte. Bei dieser EKT geht Lars in die Klinik und ihm werden unter Narkose Stromimpulse gesetzt, die einen- für ihn nicht spürbaren-Krampfanfall auslösen. So spuky sich das anhört, ist dies in der Tat eine gar nicht neue Maßnahme um einen antidepressiven Effekt erzielen. Lars lässt diese EKT alle zwei Monate über sich ergehen und ihm geht es gut damit. So stand eben auch in der vergangenen Woche dieser Termin an. Montag ist er in die Klinik gegangen, wo zunächst einige Voruntersuchungen auf dem Programm standen und Dienstagmorgen dann die eigentliche EKT. Ich wollte ihn dann am Nachmittag aus der Klinik abholen. Was für ihn mittlerweile Routine ist, war für mich ja nun ganz neu. Ich war schon am Montagabend total aufgeregt und habe mir, obwohl mir Lars immer wieder sagte, dass das alles halb so schlimm sei, schon einen Kopf gemacht. Dienstag war ich bereits um 5 Uhr hellwach und da er recht früh zum EKT sollte, kreisten meine Gedanken an dem Morgen nur um ihn. Gegen 9:30 Uhr bekomme ich von ihm eine WhatsApp Nachricht: „Kannst mich heute nicht abholen, es gab einen Narkosezwischenfall und ich hatte Atemaussetzer“.  Mir ist in dem Moment fast das Herz stehen geblieben. Ich bin ja talentiert daran, mir immer gleich das schlimmste auszumalen und somit war  an arbeiten an dem Tag nicht mehr zu denken. Ich habe mir also seine Ma ins Auto geladen und wir sind in die Klinik gefahren. Um es kurz zu machen- ihm geht es gut und diese Situation kann- wenn auch selten- eintreten. Die EKT wurde am Mittwoch dann erfolgreich wiederholt.

Was mich am Dienstag jedoch auf die Palme gebracht hat, war die Stationsärztin. Von ihr wollten wir (Lars Ma und ich) wissen, was genau passiert ist, wie das kommt, welche Ursachen es hat, welche evtl. Konsequenzen,…eben dass, was man als Angehöriger wissen will. Das ich nun keine Informationen bekomme, war mir klar, wir stehen ja in keinem verwanschaftlichen Verhältnis zueinander. Aber selbst die Mutter wurde von der Ärztin zunächst mit den Worten abgespeist, dass sie ja jetzt keinen Termin habe und sie daher keine Zeit habe!?!?  Da ist mir fast Dr Kragen geplatzt 😡 und ich habe sie deutlich darauf hingewiesen, dass dieser Vorfall am Morgen ja wohl auch ohne Termin eingetreten sei und es doch nicht zu viel verlangt ist, sich nun fünf Minuten Zeit zu nehmen um uns aufzuklären. Man habe ja Lars bereits alles erklärt, dass müsse ausreichen, war die Antwort und dann hat sie uns die Türe ihres Zimmers vor der Nase zugemacht. Es ist ja nicht so, dass wir Lars nicht glauben würden, aber er stand am Morgen ja noch unter Einfluss der Narkosemedikamente und daher war es ja nicht unwahrscheinlich, dass er gar nicht alles aufgenommen hat, was man ihm gesagt hat. Über diese Arroganz, mit der die Ärztin sich gegeben hat und die offensichtliche soziale Inkompetenz könnte ich mich noch heute aufregen.😡😡😡

Am Mitwoch bin ich wie Falschgeld durch die Gegend gelaufen, bis endlich die Nachricht kam, dass alles glatt gelaufen ist und ich ihn am Mittag abholen kann. Lars und ich starten nun in den ersten gemeinsamen Urlaub und lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Sicherlich wird die Erkrankung in unserem gemeinsamen Leben eine nicht unwichtige Rolle spielen und ich werde noch viel darüber lernen müssen- aber eines stellt sie für mich keinesfalls dar- ein Hindernis. Und die Angst, die ich um ihn am Dienstagmorgen hatte, als die WhatsApp Nachricht eintraf, zeigt mir nur wie sehr ich diesen Kerl liebe. 😍

Übrigens habe ich mir vorher das OK von Lars geholt, bevor ich diesen Beitrag hier veröffentlicht habe.

Gewogen wurde in dieser Woche nicht- die Anzeige nach dem Urlaub wird schlimm genug werden 😉

Bleibt gesund!

 

Teilzeitdemenz- nicht zu unterschätzen

Am letzten Sonntag schien hier bei uns doch tatsächlich die Sonne🌞. Also haben wir uns gedacht- ausnutzen und etwas unternehmen. Schnell haben wir den Archäologischen Park in Xanten zum Tagesziel erklärt und uns gleich auf den Weg gemacht. Leider haben an dem Tag ungefähr 60 Mio Menschen ähnlich gedacht und so scheiterte der Besuch schon an der Parkplatzsuche. Also haben wir kehrt gemacht und uns zu einem Nachmittag in Moers entschieden. Da ich dort Freunde wohnen habe, habe ich diese von unterwegs kurz kontaktiert und wir haben uns spontan in einem Lokal zum Kaffee und Essen getroffen. Am Niederrhein war es übrigens alles andere als sonnig,  aber wir haben einen schönen Nachmittag im „Café del sol“ verbracht (wenigstens Sonne im Namen des Lokals ☀️).

Am Mittwoch in der Früh bin ich mal wieder zum Bäcker zum Brötchen holen gelaufen. Ein Spaziergang in der Früh finde ich äusserst angenehm. Als ich in einer Nachbarstrasse bin, geht an einem Haus die Türe auf und Kerstin (ihr erinnert euch vielleicht, die Frau, mit der ich vor Jahren mal im Spanischkurs gesessen habe, sie dann Jahre später im Fitnessstudio wieder traf und wohl ihren Namen wusste, aber keinen Schimmer hatte woher wir uns kannten) steht dort und verabschiedet ihre Tochter. Wir sehen uns an und es beginnt ein kurzer Smaltalk: Hallo, wie geht s? Alle gesund? Schönen Tag dir noch. Eben das an Gespräch, was man früh morgens so zustande bringt. Am Nachmittag bin ich dann im Fitty gewesen und kurz vor Beendigung meines Trainings kommt Kerstin rein, sieht mich, kommt freudestrahlend auf mich zu und sagt: „Hallo! Wie geht´s? Wir haben uns ja jetzt schon lange hier nicht mehr getroffen, dachte du hättest Dich abgemeldet!“ Ich war etwas verdutzt  und nahm an, das sie Spaß macht. Es zeigte sich aber, dass dieses Gespräch einen durchaus ernsten Charakter hatte. Ich sage also zu Ihr:“ Kerstin, Liebes, es ist gerade mal knapp  7 Stunden her, als wir uns vor Deiner Haustüre unterhalten haben.“ „Wie?“ sagt sie, „das warst Du heute Morgen?“ Ja Himmel, sehe ich denn in der Früh wirklich so anders aus??😱 Wir haben jedenfalls beide Tränen gelacht und ich bin beruhigt, dass dieses Phänomen der Teilzeitdemenz offensichtlich nicht nur mich befällt.

Und dann bin ich schlussendlich am Freitag noch ausgenommen worden- von der allerübelsten Sorte und vom eigenen Freund. Recht scheinheilig fragte Lars mich in den letzten Tagen irgendwann, ob ich Lust auf einen Spieleabend bei Freunden hätte. Da ich grundsätzlich sehr gerne spiele, habe ich natürlich gleich zugesagt. Ich fragte irgendwann nach, was wir denn spielen würden und bekam zur Antwort „Mensch ärgere Dich nicht“. Dies entlockte mir ein müdes Lächeln- dachte ich mir doch, dass bei diesem Brettspielklassiker  nix schiefgehen kann. Ja geschissen, wie ich dann leidvoll erfahren musste.☹️ Wir spielten um Geld (wenn auch nur um kleine Summen aber das an sich mache ich sonst eigentlich nie) und nach äußerst kuriosen Regeln, die- so mein Eindruck- sich auch minütlich änderten und/oder erweiterten und/oder angepasst wurden. Ich will das Wichtigste mal hier zusammenfassen:

  • Startgeld pro Spiel und Person: 2,00 EUR
  • Wirst du geschmissen: 0,20 EUR
  • Wirst du geschmissen, während du auf dem letzten Feld vor Deiner Homebase stehst: 1,00 EUR
  • Würfelst Du versehentlich, obwohl du nicht an der Reihe bist: 0,20 EUR
  • Übersiehst du die Möglichkeit, einen anderen Spieler herauszuschmeissen und bewegst stattdessen eine andere Spielfigut: 0,20 EUR

Haus und Hof habe ich prakrisch verloren, wenn ihr mich die Tage sucht- ich bin bei „der Tafel“ 🍽 und organisiere mir Essen für die nächste Woche.😢

Ach ja- und wer hat gewonnen und bekam das Grinsen den ganzen Abend nicht aus dem Gesicht? Mein Freund Lars! Mit einem Gurkeneinmachglas mit wenig Kleingeld ist er aufgetaucht und mit einem gut gefüllten Gurkeneinmachglas nach Hause gegangen. Für den nächsten Spieleabend bin ich vorbereitet, dass sollten eigentlich mal meine Brautschuhe werden.


Sporttechnisch war ich  auch in dieser Woche recht gut unterwegs. Allerdings habe ich in dieser Woche auch essenstechnisch recht gut (?) gelebt. 😳 Viel genascht und am Freitag beim Spieleabend gab es auch noch fette Pizza.

Am Freitag habe ich es sogar geschafft, dass durch all die Kraft, mit der ich in die Pedale des Ergometers getreten habe, dieses den Geist aufgegeben hat- sprich eine Pedale sich verabschiedet hat. Ja, kaputtmachen kann ich ganz gut 😁


Nun, die Nascherei musste sich ja rächen. Mein technisches Gewichtsanzeigeinstrument hat mir dann gerade die Rechnung präsentiert: Ein Plus von gut einem Kilo.😱😱😱

Die Waage geht zur Strafe jetzt erstmal auf „die stille Treppe“- da kann sie darüber nachdenken, was sie falsch gemacht hat.😁

Wünsche Euch eine charmante Woche und

bleibt gesund

 

 

Illumination 

Die letzte Woche war sehr unspektakulär. Ist grundsätzlich ja auch nicht verkehrt, macht es nur schwer, hier etwas zum besten zu geben. 😉 Mittlerweile sind die Reiseunterlagen für den nächsten „Heimaturlaub“ eingetroffen und gedanklich bin ich wohl auch schon dort. Auch im Büro ist es derzeit sehr ruhig (was ich nicht beklagen möchte).

Ich habe in dieser Woche angefangen, meine Wohnung mit Hilfe von Philips Hue zu illuminieren. Bin bei Lars darauf gestoßen, er hat in der ganzen Wohnung wunderbares Licht, meist mit Steh- und Tischlampen erzeugt. Hue ist so ein Hightech Schnickschnack – den eigentlich kein Mensch wirklich braucht, der mich aber begeistert. Neben den Lichtatmosphären die man schaffen kann, wird dieses System in das heimische WLAN Netz eingebunden, kann von unterwegs gesteuert werden (Einbruchschutz) und- das finde ich am besten, die App erkennt wann ich mich in der Nähe meiner Wohnung befinde und schaltet in diesem Moment dann das gewünschte Licht automatisch ein (oder auch aus, wenn ich mich von der Wohnung entferne). Technik die begeistert. Leider ist es eine recht kostspielige Angelegenheit, so dass ich mir nach und nach Lampen und Zubehör zulegen werde. Aber der Anfang ist gemacht, man will ja ein kuscheliges Zuhause haben und wir sehen doch alle beim richtigen Licht gleich viel besser aus. 😉 😊

Am gestrigen Samstag waren Lars und ich zum Frühstück bei meiner Ma im Garten eingeladen. Somit kamen auf ihn gleich zwei Herausforderungen zu. 1. Früh aufstehen, denn Frühstück stand um neun Uhr an (Lars ist im Gegensatz zu mir ja ein Langschläfer) und 2. um diese für ihn menschenverachtende Uhrzeit sich auch gleich auf´s Rad schmeissen, denn mit dem wollten wir dort hin. Also stand eine Tour von gesamt rund 40 km auf dem Programm, die er, wie ich finde, ganz grandios gemeistert hat. Ich gestehe, dass ich auch ein wenig fies war und eine längere und bergigere Strecke ausgewählt habe, man kann es auch „ebener“ und in 30 km schaffen. Aber ich wusste, was er leisten kann und da wollte ich ihn auch ein wenig herausfordern. Ich glaube er ist nicht böse und sogar innerlich ein wenig stolz auf sich. Und ich weiß ja aus eigener Erfahrung, was dies für einen bedeutet.

Sporttechnisch war ich recht aktiv in dieser Woche, denn wenn auch die Waage von Lars in der letzten Woche nicht wirklich recht hatte, so ist das Gewicht leider nach oben gegangen. 🙈 Das wird ab sofort wieder geändert. Neben einigen Radrunden die ich gedreht habe, bin ich zusätzlich zu den Krafttrainingeinheiten noch zu einigen Ausdauereinheiten im Fitty gewesen. Auch achte ich wieder auf ein regelmäßiges Essen, was in den letzten Wochen ebenfalls gelitten hat und so zu vielen „ach-das-kann-ich-mir-mal-schnell-in-den-Mund-schieben-Momenten“ geführt hat. Asche über mein Haupt- ich habe gesündigt☹️

Bei Wiegen heute ging es dann auch wieder in die richtige Richtung, ein Minus von 0,5 KG zeigte mein lieblings Gewichtsanzeigeinstrument mir an. Damit bin ich noch nicht da, wo ich schon war- aber wieder auf der richtigen Bahn. Und es steht in zwei Wochen ja noch der Urlaub an, da wird es sicherlich eh wieder nach oben gehen.

Ich wünsche euch eine charmante Woche und

bleibt gesund!

Los ging’s 

Am letzten Sonntag war es endlich soweit. Lars und ich sind zur ersten gemeinsamen Radrunde aufgebrochen. Lars hatte sich vor Wochen schon ein neues Rad zugelegt, es aber geschafft, dieses tatsächlich wochenlang unausgepackt im Keller stehen zu lassen. Nachbarn fragten bereits nach, ob ihm der Flachbildfernseher im Karton ihm gehöre. 😂  Um Ausreden, endlich mal auf den Sattel zu steigen, war er nie verlegen. Da ich mich ja noch an meine Bewegungsmotivation von vor anderthalb Jahren erinnern kann, habe ich dafür zwar Verständnis aufgebracht, konnte mir aber natürlich trotzdem die ein oder andere Stichelei nicht verkneifen. 😇 Dann hat er angefangen, sein Rad aufzurüsten (HighTech Radbeleuchtung (und ich garantiere – er wird, wie ich auch, nie im Dunklen fahren 😁), Handyhalterung, Getränkeflasche für die „langen Touren“)  und ich dachte mir- hui, jetzt geht es los.👏👏  Aber es hat noch weitere Tage gedauert, eben bis zum letzten Sonntag. Und ich habe mich wirklich darüber weggefreut, endlich gemeinsam mit ihm in die Pedale zu treten. Natürlich haben wir langsam begonnen und sind zunächst eine kleine Strecke bis zu seiner Ma gefahren. Dort wurden wir mit Kaffee und Kaltgetränken versorgt und dann ging es eine weitere kleine Strecke zum einem kleinen Bauernlokal, wo wir dann zu Mittag gegessen haben. Und schlussendlich ein letzte kleine Strecke zurück zu ihm. Diese kleinen Strecken ergaben dann unterm Strich 20 km und das fand ich für „das erste Mal“ wirklich toll. 


Meine erste Radrunde lag damals bei 8 km und ich war danach fix und foxi. 😕 Und wie es scheint, hat er Spaß dran gefunden, so dass wir nun auch weitere Strecken angehen wollen. Ok, dass er bei der ersten Tour ein gelbes T-Shirt trug (Stichwort gelbes Trikot) fand ich schon irgendwie übertrieben aber eben auch urkomisch. 😂😂 Und was soll ich sagen….am nächsten Tag sind wir schon wieder eine kleine Runde unterwegs gewesen. Hach, ich freu mich🙃

Dann möchte ich euch noch eine Geschichte zum Besten geben, die sich bereits 2014 ereignet hat und an die ich die Tage bei Facebook erinnert wurde.

Heute in der Apotheke- ein Erlebnis was seines gleichen sucht: Ich: „Guten Tag, ich hätte gerne Augentropfen mit dem Wirkstoff Tetryzolin. Die Apothekerin: greift nach Tropfen im Regal hinter sich, will mir diese rüberreichen, schaut mich nun aber von Kopf bis Fuß an und sagt dann: (ACHTUNG jetzt kommt’s)“ Oh, diese können Sie sich sicher nicht leisten, ich hole günstigere von hinten! “ (Der Preis lag bei 9,95 EUR) …Weg war sie. Ich war völlig irritiert ob ich das gerade richtig gehört habe. Als sie zurückkommt sage ich: „Keine Ahnung woher sie Ihre Kenntnisse über meine finanziellen Möglichkeiten haben, aber so redet man nicht mit Kunden und mit mir schon mal gar nicht. Aber um Ihnen das zu erklären fehlt es bei Ihnen vermutlich an Intellekt, daher würde ich nun gerne Ihren Chef sprechen.“ Darauf sie: “ Ich bin der Chef, dass ist meine Apotheke“
Das ich dort nichts mehr gekauft habe versteht sich von selbst. Wovon auch, ich arme Socke. UNFASSBAR, ODER?


Ich habe mich seinerzeit tagelang über die Frau aufgeregt und auch heute, als ich dies erneut las, stieg wieder ein wenig der Blutdruck .

Am Freitag haben Lars und ich dann unsere Mütter  „zusammengeführt“. Nachdem die beiden ja bei Facebook schon ganz dicke sind, musste nun auch ein persönliches Kennenlernen her und Lars hat seinen Geburtstag von letzter Woche genutzt, alle zum Essen und einen Umtrunk einzuladen. Es war ein wunderbarer Abend und bei Jutta und Erika (was unsere Mütter sind) hatten ich den den Eindruck, als würden die beiden sich schon Ewigkeiten kennen. An dem Abend sind Lars und ich dann auch noch etwas „versackt“ und wie es bei mir ja leider so ist, bin ich min. drei Tage danach noch immer das Leiden Christi. Alkohol finde ich in dem Moment, wenn ich ihn trinke ganz nett- aber danach……..😩😩 Ich hatte Kopf und Kreislauf- aber von der allergeringsten Sorte ☹️

Nun waren wir am gestrigen Samstag aber noch bei Freunden von Lars in Düsseldorf zum „Chill and Grill“ eingeladen und ich sage ja nur ungern ab, wenn ich einmal zugesagt habe. Also auf in die Landeshauptstadt. Wir würden sehr sehr herzlich empfangen und ich durfte vier wirklich nette Menschen kennenlernen. Auch wenn „Chill“ an dem Abend mehr das meinige war (natürlich habe ich die köstlichen Leckereien, die kredenzt wurden nicht verschmäht😁) habe ich mich konversationstechnisch noch ganz gut geschlagen (wollte ja nicht den schlechtesten Eindruck hinterlassen). Ich war aber mehr als froh, gegen Mitternacht im Bett zum liegen und bin auch sofort eingeschlafen. 

Ich habe mir gestern Abend noch die Waage von Lars rausgestellt um hier nun auch mein sonntägliches Wiegen vornehmen zu können, aber die kann nicht in Ordnung sein. Der Wert, den sie mir angezeigt hat, kann m.E. unmöglich stimmen. Ich werde das bei mir kontrollieren und wenn sich das bewahrheiten sollte, wird sich in der nächsten Woche aber ganz schnell wieder einiges ändern, denn eins ist auch weiterhin sicher- mein Gewichtsziel verliere ich nicht aus den Augen. Wer einmal die Fetthölle erlebt hat und weiß wie gut es einem geht, wenn man sie hinter sich gelassen hat, will dahin nicht mehr zurück. ICH JEDENFALLS NICHT!

Euch nun eine schöne Woche und bleibt gesund. 

Geiseldrama und Geburtstag

Am Montag durfte ich, bzw. durften Lars und ich den Dreharbeiten zum Gladbecker Geiseldrama beiwohnen. Lars wohnt dem Haus gegenüber, in dem damals dieses furchtbare Drama seinen Anfang nahm. Und der Film, der nun gedreht und Anfang nächsten Jahres im TV gesendet wird, spielt an den Originalschauplätzen. Abgesehen davon, dass man plötzlich wieder die Geschichte von damals so präsent hatte, war es schon interessant zu sehen, wie aufwändig und detailliert Kulissen nachgebaut wurden. So wurde die Straße gesperrt und die Seitenstreifen mit alten Autos aus den 80er Jahren befüllt. In den Geschäften (die es heute in dieser Form meist gar nicht mehr gibt) wurde sehr detailliert alte Auslagen, Plakate und Einrichtungen hergezaubert. Selbst eine alte gelbe Telefonzelle hat man angekarrt und auf dem Gehweg platziert. Durch die exponierte Wohnlage von Lars haben wir uns also an Fenster geschmissen und das ganze Spektakel aus nächster Nähe beobachten. Hier ein paar Bilder.


Mittwochabend gab es bei uns ein kurzes, nein ein sehr kurzes Gewitter mit einem dafür umso heftigeren Sturm. Der war so stark, dass er mir meine Balkonblumenkästen aus der Verankerung gerissen und in die Tiefe befördert hat. Gott sei Dank war unten niemand. Aber die Blumen, die wirklich in schöner Pracht standen, sind leider hin. Der Blumenkasten hat leider auch das Zeitliche gesegnet. ☹️

Am Samstag hatte dann Lars Geburtstag, in den wir am Freitagabend mit einem Glas Rotwein hinein gefeiert haben. MIt einem kleinen Rotweinkuchen, der komplett mit goldenem Zucker bedeckt wurde und den ein paar Kerzen zierten habe ich ihn in der Nacht überrascht (war gar nicht so einfach, dass in seine Wohnung zu schmuggeln, ohne das er davon vorher etwas mitbekommen hat ).

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Und auch  mein eigentliches Geschenk an ihn, drei Tage Leipzig, hat ihn wohl sehr gefreut. Somit steht auch schon unsere erste Städtereise an. 😀 Ach, und da ich auch ihn mittlerweile mit Wassereis angefixt habe, war die 200er Kiste, die er ebenfalls bekam natürlich nicht weniger schlecht. 😁😎 (ich habe da ja auch was von).

Heute habe ich es dann sogar geschafft, mich wieder am gewohnten Sonntag zu wiegen. Leider hat dieses technische Wiegemessgerät diesmal ein Plus von 0,7 KG angezeigt. Aber da auf Grund der Hitze sehr viel getrunken wurde und auch zwei Schlemmeressen in dieser Woche anstanden, kann ich mit diesem Plus gut Leben.

Und psssst, ganz leise noch zum Schluss- heute ist es soweit: Lars will zum ersten Mal mit mir mit dem Rad losziehen 🙂 Ich freue mich drauf!!

Habt eine gute Woche und

bleibt gesund!

 

Geschenke, Geschenke

Irgendwie scheint es für mich momentan Zeit der Geschenke zu sein.Zunächst bekam ich kürzlich von einer Kollegin „Henni die Hausglucke“ geschenkt. Hierbei handelt es sich um einen Türstopper, der bei mir in vielen Räumen notwendig ist, da wegen der Bergbauschäden Türen nicht immer offen bleiben. Henni ziert seitdem nun den Boden vor der Tür meines Arbeistzimmers.

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Dann überraschte mich Lars in dieser Woche gleich zweimal mit einem Geschenk. Zunächst und „einfach so“ mit dem neuesten Lindenstrassenkalender 2017, über den ich mich als Lindenstrassenjünger der ersten Stunde natürlich weggefreut habe. Herrliche Bilder wecken wunderbare Erinnerungen aus den letzten 30 Jahren.

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Und der Kracher kam dann am späten Mittwochabend. Ich werde ja im August erneut nach Gran Canaria fliegen (ist ja schon lange gebucht) und Lars hat sich spontan nun dort ebenfalls eingebucht, so dass unser erster gemeinsamer Urlaub nun auch schon ansteht. Das war und ist für mich natürlich eine riesen Freude und nun freue ich mich nun noch mehr auf „meine“ Insel, als ich es ohnehin schon mache.

Ernährungstechnisch lag ich wohl die ganze Woche in meinem Plan- aber ich esse auch wieder viel „normal“,  d.h. es war mal eine Pizza drin oder ein Eis (nicht Wassereis, das ging ja immer 😉 ), was ich in den letzten  Monten ja eigentlich gemieden habe. Am Dienstag waren wir mit Freunden abends zum essen in einem  Biergarten und ich war stolz auf mein Durchhaltevermögen. Während sich die anderen große Schnitzelpfannen mit Pommes und und hungsgemein leckerer Sauce Hollondaise gegönnt haben, bin ich tapfer bei einem Salat mit Putenbrust geblieben. Innerlich habe ich Blut und Wasser geschwitzt und mir gewünscht, dass doch einer von denen mal auf die Toilette verschwindet, damit ich mich über dessen Teller hermachen kann- aber am Ende war ich mit meinem Salat (der hervorragend geschmeckt hat) auch satt.

Sporttechnisch war ich in der letzten Woche etwas weniger unterwegs. Ich bin zwar hier und da mit dem Rad unterwegs gewesen und habe auch meine zwei Termine für Krafttraining eingehalten, aber im Ganzen war es reduziert. Das rührte nicht zuletzt daher, dass sich Montag mein Fuß wieder mit Schmerzen meldete und dies bis Mittwoch anhielt. Dank meines hocherotischen orthopädischen Stützstrumpfes und Salbenverbänden in der Nacht ist aber wieder alles im grünen Bereich. Na, der Medizinmann sagte mir ja, dass ich damit noch wochenlang Freude haben werde.

Das Ergbnis meiner aktuellen Wiegung: Muss heute leider ausfallen- ich finde die Waage nicht und Lars schläft noch 🙄😎

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Bleibt gesund!

 

Schwiegermütter – alles Drachen?

Das war nach sechs Wochen meine erste volle Arbeitswoche und ich muss feststellen, dass ich mich an das Zuhause bleiben gewöhnen könnte. Es wird Zeit, dass das Renteneintrittsalter auf 46 runtergesetzt wird. 😁

Ich muss gerade feststellen, dass an dem Spruch „Liebe geht durch den Magen“ eine Menge dran ist. Seit geraumer Zeit (seit wann wohl genau? 😉) halte ich mich nicht mehr so an meinen Ernährungsplan. Und auch beim Sport ist es gerade etwas weniger geworden (aber nicht gänzlich eingestellt, zweimal in der Woche ins Fitty und min. einmal mit dem Rad unterwegs gewesen) . Hier muss ich gerade ein wenig aufpassen. Aber ich denke das wird wieder in vernünftigen Bahnen laufen, wenn Lars und ich unsere Lebenstaktung in vertretbaren Gleichklang gebracht haben. Allerdings habe ich ihn schon so weit, dass er sich nun auch ein Fahrrad gekauft hat und wir nun gemeinsam losradeln können. Noch drückt er sich – aber das bekomme ich auch noch hin. 😎

In den vergangenen Wochen war es aber auch schwer , sich an vernünftiges Essen zu halten. Es stand bei uns das gegenseitige Kennenlernen der Schwiegermütter in spe auf dem Programm. Am Anfang der Woche haben wir uns bei unseren Müttern angekündigt und sofort verfielen beide ich eine glückselige Panik und Euphorie, dass es zum brüllen komisch war. Ich habe den Anfang gemacht und durfte am Mittwoch meine Schwiegermama kennenlernen. Ein wenig aufgeregt war ich schon, das gebe ich zu (und sie, wie ich später erfuhr wohl auch), will man da doch einen „guten Eindruck“ machen. Also nach Feierabend gleich unter die Dusche, ein wenig netten Duft aufgelegt, die Haare mit Gel in Form gebracht (den geschossenen Mittelscheitel habe ich mir mal geklemmt 😁), in feinste Kleider gehüllt, die schönsten Pumps angezogen und als Mitbringsel statt Blumen zwei Gläser selbstgemachte Marmelade eingepackt. Somit wollte ich ihr gleich klar machen, der kann auch Küche und den Sohnemann kulinarisch versorgen 😁😂- ich bin ein Fuchs 😁😅 . Alle Aufregung war völlig unbegründet. Ich wurde so dermaßen freundlich empfangen und habe eine wahnsinnig herzliche Frau kennengelernt, dass in dem Moment klar wurde- Lars nehme ich schon allein wegen der Schwiegermutter. 😁 Und sie hat einen Kuchen serviert, beim ich aus Höflichkeit schon hätte nicht nein gesagt, er schmeckte aber auch noch wahnsinnig gut, dass ich gleich ein zweites Stück verlangt habe. 😁

Freitag durfte ich dann bei Facebook feststellen, dass unsere Mütter dort bereits untereinander Kontakt aufgenommen und sich „befreundet“ hatten. Gleich wurden erste Vereinbarungen für ein Kennenlernen ihrerseits abgesprochen. Himmel- die sind flotter als wir.

Am Samstag stand dann der Besuch bei meiner Mutter auf dem Programm. Wie gesagt, am Montag hatte ich uns angekündigt und sie hat uns dann gleich zum Grillen in den Garten eingeladen. Ich bin sicher, dass sie bereits Montagabend angefangen hat, wie von der Tarantel gestochen, Salate zu machen, Fleisch zu marinieren, den Grill zu schrubben den Rasen zu mähen und ihn grün anzumalen und was weiß ich😄 Am Morgen bin ich zunächst noch ins Fitty gegangen um ein wenig Luft fürs Essen zu bekommen, denn es war klar, ich würde an dem Tag schon wieder außerhalb meines Planes schlemmen (unter der Woche war ich übrigens mit Lars auch noch beim Griechen). 😏 Und der Nachmittag verlief wie erwartet, meine Ma hat Lars auch sofort in ihr Herz geschlossen. Alles andere hätte mich auch gewundert, ich kenne sie ja schon ein paar Tage länger😄 Wir wurden mit Grillgut, Salaten und Eis (sogar Wassereis war dabei 🙂) versorgt und auch der Rasen war, wie vermutet frisch gestutzt. Leider ging es Lars wegen eines Magen-Darm Problems nicht sonderlich gut, aber er hat sich tapfer gehalten. Dummerweise hat mich das gleiche Problem am späten Nachmittag auch ereilt. 🙁

Das Schwiegermütter gerne mal als Drachen abgestempelt werden, mag hier und da seine Berechtigung haben, wir haben mit unseren da aber definitiv Glück gehabt. 😄

Da in meinem Leben derzeit alles durcheinander gewirbelt wird, habe ich auch mein Wiegen, was ja normalerweise sonntags stattfindet, in dieser Woche bereits am Samstag erledigt. In der letzten Woche ist es schon ausgefallen und mit Blick auf die Schlemmereien der letzten zwei Wochen (zu viel, zu kalorienhaltig, viel, nein, sehr viel Alkohol auf dem Geburtstag vorletzten Samstag,…) kam bei BEsteigen der Waage in mir schon eine gewisse Panik auf. Auch wenn mir die letzten Wochen jedes Plus auf der Waage wert gewesen wären, hätte mich das doch wieder (auch mental) zurückgeschmissen. Aber was soll ich euch sagen- ein Minus von 0,4 KG zeigte mir mein lieblings Gewichtsanzeigeinstrument an. Somit habe ich mit einem Gesamtminus von 52 KG nun einen erneuten Tiefststand erreicht. Das machte mich aber mal gleich noch ein Stück glücklicher, als ich es eh momentan ohnehin schon bin. So darf es gerne weitergehen.


Habt eine charmante Woche und bleibt gesund!

Und plötzlich ist alles anders…

Übergewicht- und ich meine starkes Übergewicht, macht es nicht wirklich einfach, einen Partner zu finden. Ich rede hier aus leidvoller Erfahrung. Auch wenn in meinen Augen es nicht allein vom Äußeren abhängt, ob ein Mensch attrakiv ist, spielt natürlich die Optik bei der Partnersuche eine nicht ganz so kleine Rolle. Da nehme ich mich natürlich nicht aus. Ich habe die Hoffnung auf eine feste Partnerschaft in Zeiten meines höchsten Kampfgewichtes irgendwann aufgegeben. Zuviele Enttäuschungen und auch Boshaftigkeiten musste ich (und müssen sicher auch viele andere) gerade in diesem Gebiet einstecken. Und nun, in einer Zeit wo ich auf der einen Seite die Hoffnung aufgegeben hatte und auf der anderen Seite ich aber angefangen habe, mich selber wieder anschaulich zu finden, passiert etwas, was für mich eigentlich schon nicht mehr denkbar war. Ein Mann tritt in mein Leben, der in seinem Wesen, in seinem Denken, in seinem Humor aber auch in seiner Unvollkommenheit, Tollpatschigkeit und Verpeiltheit mir so unsagbar ähnlich ist, dass man meinen könnte wir wären aus einem Stück Holz geschnitzt-und bringt alles durcheinander. Er war es, der mich vor eingen Wochen angesprochen und mit Komplimenten überschüttet hat, die ich -ehrlicherweise- anfänglich sehr argwöhnisch betrachtet habe. Zum einen weil ich das in der Form sehr lange schon nicht mehr kannte und zum anderen auch der zweifelte ich anfangs an der Ernsthaftigkeit, wollte ich mich doch vor weiteren Enttäuschungen schützen. Nach vielem Hin- und Hergeschreibe, zunächst über das Internet, dann per WhatsApp war dann der Moment da, wo ich ihn zu mir eingeladen habe. Ich war vor dem ersten Treffen aufgeregt wie ein Kleinkind zu Weihnachten – und das mit 46 Jahren. Meine Gefühlswelt war nach dem ersten Abend total auf den Kopf gestellt, auch weil ich nach dem Auseinandergehen nicht genau wusste, wie er empfindet. Aber das sollte ich schon kurze Zeit später noch erfahren, denn auch bei ihm hatte es ZOOM gemacht. Und in diesem Moment sind in mir Bomben mit Glückshormonen explodiert, dass ich das nicht wirklich beschreiben kann. Sicherlich ist es aktuell noch ein zartes Pflänzchen, was gehegt und gepflegt werden will um zu wachsen, aber ich glaube, daraus wird sich etwas Großes  entwickeln. Jedenfalls ist etwas eingetreten, was ich in meinem Kopf schon in die Abteilung „Keller“ abgelegt hatte, in der Annahme es nicht mehr zu brauchen- ich habe mich verliebt. 😍 Da wollte ich schlank und fit werden und was bin ich nun? Zusätzlich glücklich! 😊

Am Mittwoch haben wir einen Kurztrip nach Holland gestartet. Eigentlich war nur der Besuch des Wochenmarktes in Wintersweijk angedacht aber es sollte noch ein Ausflug in meine Kindheit werden. Nach einem kurzen Bummel über den Markt, der aufgrund des Wetters nicht wirklich gut besucht war und auch das Marktangebot sich in Grenzen hielt, sind wir in einem ganz wunderbaren Antiquitätengeschäft eingekehrt. Diesen Laden muss man erlebt haben, wer dort nur klassische Antiquitäten wie Möbel oder Bilder erwartet wird positiv überrascht sein. In einem kleinen Häuschen, welches normale uralte Wohnbereiche aufweist, inkl. Plumpsklo,  sind Unmengen an Trödel aller Art liebevoll angerichtet worden. Habe hier mal ein paar Bilder und Videos, die aber nur einen kleinen Einblick geben. Wer in Winterswijk ist sollte es keinesfalls versäumen, dort einzukehren zum Stöbern, Staunen oder auch nur diese ganz eigene Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.



Als ich Kind war, hatten meine Eltern in Winterswijk einen festen Wohnwagen stehen. In den Sommermonaten waren wir praktisch dauerhaft dort. Mein Vater ist von dort morgens zur Arbeit gefahren und meine Ma und ich blieben vor Ort. Ich habe an diesem Campingplatz wunderbare Erinnerungen und wir haben am Mittwoch die Gelegenheit genutzt und sind diesen Campingplatz angefahren. Ich war zuletzt dort vor bestimmt 35  Jahren und war natürlich sehr gespannt.

Natürlich hat sich einiges verändert in all den Jahren, aber vieles auch einfach nicht. Selbst der Pool, in dem ich damals das Schwimmen gelernt habe war noch – praktisch unverändert- vorhanden.

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Auch wenn ich nicht ganz sicher unsere damalige Pazelle wiedergefunden habe, war es ein Moment voller wunderbarer Erinnerungen und eine kleine Zeitreise in meine Kindheit. 😀

Natürlich gehört zu einem Hollandbesuch auch ein Einkauf und eine typische holländischen Frikandel. Allerdings war mir bislang die XXL Variante unbekannt. Aber wir haben sie uns schmecken lassen. Und jaaaaa ich weiß, sie passt nicht wirklich aktuell in meinen Ernährungsplan- aber in dieser Woche war eben plötzlich alles anders. (Was nicht heißen soll, dass ich mein Abnehmprojekt nun schleifen lasse.)

Am Freitag habe ich auch wieder meine Arbeit aufgenommen, da es meinem Fuß zwischenzeitlich zwar noch nicht gut aber viel, viel besser geht. Und es war sehr angenehm, nach einem Arbeitstag gleich wieder ins Wochenende zu gehen- sollte immer so sein. 😉

Nachdem wir gestern auf einem 40. Geburtstag waren (ich war so etwas wie der Debütant der in die Gesellschaft eigführt wurde- es waren die Freunde von Lars) und  ich hier auch mal wieder etwas getrunken habe, bin ich heute ein wenig verkatert . Auch weil ich im Moment noch gar nicht zuhause bin, fällt wiegen heute aus. Ich traue doch keiner fremden Waage😉

Ich wünsche euch eine wunderbare Woche- bleibt gesund!

 

Wer das Volk fragt, darf sich nicht wundern

Tja, da bricht nun ein Stern heraus, aus der Europäischen Flagge. Das Haus Europa, welches noch gar nicht fertig aufgebaut war, fängt an zu bröckeln. Da fragt ein Regierungschef sein Volk und bekommt eine Antwort die er so nicht hören wollte. Im Sinne einer Demokratie akzeptiere ich natürlich die Entscheidung der Briten- aber ich finde es mehr als traurug und bedauerlich, dass sie die EU nun verlassen werden. UNd erschrocken hat mich ein Artikel, in dem über die Googlesuche der Briten am Abend der Entscheidung berichtet wurde. Hauptfrage die dort gestellt wurde: „Was bedeutet der Austritt für Englang?“. Also hat doch ein Großteil der Briten abgestimmt ohne zu wissen worum es überhaupt geht. Aber so sind nicht nur die Briten- ich bin ganz sicher, dass viele AFD Wähler sich nicht im Ansatz ernsthaft mit deren politishen Zielen und Programen auseinandersetzen. Und deswegen bin ich froh, dass es bislang Volksabstimmungen bei uns nicht gibt- ich denke die Ergebnisse wären fürchterlich.

exit from the eurozone concept
exit from the eurozone: golden star fallen from a blue wall

Nun aber zum wirklich wichtigen in dieser Woche -zu mir! 😂

In diesem Jahr fiel unser Sommer auf einen Donnerstag 😁 War das ein herrliches Wetter. Sonne pur und Temperaturen wie ich sie mag. Allerdings macht Fahrradfahren bei Hitze und erst recht – wenn es schwül ist, nicht wirklich Spaß. Ich war fast täglich mit dem Rad unterwegs und an den heißen Tagen hätte ich mich mitunter schon nach einem Kilometer umziehen können, weil ich durchgeschwitzt war.

Und Donnerstagabend war dann gleich  wieder Schluss mit Lustig. Was zunächst als ein wunderbar anzuschauendes Himmelsschaupiel begann, wurde später in der Nacht zu einem heftigen Unwetter.

Zig, Straßen und Keller waren bei mir in der Nachbarschaft überflutet und die Feueurwehr hatte gut zu tun. Unser Haus ist, Gott sei Dank verschont geblieben, einzig ich hatte eine kleine Überflutung in meinem Wohnzimmer, weil ich Schussel die Balkontüren habe offen stehen lassen. Das war aber mit ein paar Handtücher schnell in den Griff zu bekommen.

Am Dienstag stand mein quartalsmäßiger Kontrolltermin im Fitnessstudio an und die Ergebnisse waren fantastisch. Mein Körperfettanteil ist gut gesunken und der Muskelaufbau hat deutlich zugenommen. Also wurde mir gleich ein neuer Trainingsplan erstellt, den ich schon am ersten Tag Scheiße fand  😂 Aber das sollen ja die erfolgreichsten Pläne sein, habe ich mir sagen lassen. Also ziehe ich das natürlich, wenn auch widerwillig, durch. Ende August neuer Termin und dann schaue ich weiter. Dem Fuß geht es weiterhin besser, auch wenn ich bei manchen Bewegungen noch Probleme habe.

Und mein, mir heute mal wieder freundlich gesonnenes, Gewichtsanzeigegerät hat mir den heuten Tag mit einem Minus von 1,5 KG versüßen wollen. Ich freue mich darüber natürlich sehr, denke aber das es auch einfach wieder nur viel Wasser war, was verloren gegangen ist. Aber Fakt ist, das es somit einen neuen Tieftsstand gibt, den meine Waage mir seit vielen vielen Jahren nicht angezeigt hat.Und was viel wichtiger ist, ich fange an, mich selber wieder anschaulich zu finden und das ist für mich der schönste Erfolg.IMG_3658

Ich wünsche Euch eine wunderbare Woche und

bleibt gesund!

Fussball – ohne mich

Nun hat ja dieses Ballspielgrossereignis in Frankreich begonnen und die ganze Nation ist im Fieber. Nur ich eben nicht. Ich interessiere mich ja wirklich für so ziemlich alles auf der Welt, vom Liebesleben der tibetanischen Waldameisen bis hin zu Wasserballettformationen als Trockenübung auf den Kornfeldern. Aber Fußball – nein das interessiert mich so gar nicht- aber sowas von gar nicht! Da schieße ich auch innerhalb meiner Familie völlig aus dem Rahmen, die sind alle Fussballverrückt. Der eine Teil als passive Zuschauer und der andere Teil (mein Bruder und sein Sohn) aktiv im Verein. Mein Bruder ist sowieso das genaue Gegenteil von mir, er war (und ist) stets sportlich und schlank. Kann essen und trinken was er will und ist und bleibt schlank wie nix. Meine Theorie ist ja, das die Schlankheitsgene vergessen haben, sich während meines Aufenthalts im mütterlichen Bauch in mir zu platzieren. Und so haben sie sich alle, sechs Jahre später, als mein Bruder dann meinen Platz in Mutters Bauch eingenommen hatte, ihren Freunden, die für meinen Bruder bestimmt waren, angeschlossen und leben jetzt alle fröhlich in ihm. Ich brauche stets ein Stück Schokolade nur anzuschauen und schwups schon sitzt es, ohne Umwege auf meinen Hüften. Nur als  Kind, so bis 11-12 Jahre, war ich schlank – ja sogar dünn. Spargeltarzan, hat unser Omma immer gesacht. 😅 Ob sportlich? – ich glaube nicht. Meine Eltern haben mich damals im Fussballverein angemeldet, vermutlich in der Hoffnung, dass ich Spaß daran finde, wenn ich erst einmal mit dem Ball unterwegs bin. Aber Pustekuchen, ich fand es auch damals schon Mist. 😤 Das ging soweit, dass bereits vier Wochen nach meiner Vereinsanmeldung mein damaliger Trainer meine Eltern gebeten hat, mich wieder aus dem Verein zu nehmen. Meine Interessen lägen wohl doch woanders und durch meine „Kaspereien“ würde ich die anderen Jungs nur vom Spiel und Training abhalten. (Tse – Kaspereien, dass war Entertainment vom Feinsten 😤). Das war dann auch mein vorletzter Kontakt mit Fußball. Meinen letzten hatte ich bei einer WM (ich weiß nicht mehr wann, irgendwann in den 80ern). Ich habe mich hinreißen lassen, mir mit Freunden und der ein oder anderen Tasse Bier wenigstens die Deutschlandspiele anzuschauen. Problem: Alkohol macht mich sehr redselig (mehr noch als ich nüchtern schon bin😁) und ich habe wohl viel und in den Augen meiner Freunde, fachlich unqualifiziert kommentiert. Nun, wir blieben Freunde aber beim Fussballgucken wollten sie mich nicht mehr dabei haben. Das war es mit Fußball in meinen Leben. Und soll ich euch was sagen? Ich habe ihn nicht vermisst. 😀 Und mal ehrlich, sonderlich spannend kann dieses Ballspielgrossereignis nicht sein, wenn die gesamte Presse über drei Tage darüber ausgiebig berichtet, dass der Bundestrainer sich an den Eiern gespielt hat. 🙄

Meinem Fuß geht es wirklich von Tag zu Tag besser. Am Dienstag war ich, da es regnete, zum Ausdauersport im Fitty und habe mich anfangs sogar aufs Laufband getraut. Bis zu einem zügigen Walken ging es, als ich dann aber schneller werden wollte, machte sich Schmerz bemerkbar. Ich habe das dann sofort abgebrochen und mich ein Stündchen aufs Rad gesetzt.

Mittwoch bin ich zu diesem unsäglichen Krafttraining dann wieder hin und wer steht vor mir am Empfang? Meine Vermieterin. Allerdings hat sie sich dort nicht im Studio anmelden wollen sondern sich der Rehasportgruppe der Stadt anschließen wollen, die dort Räumlichkeiten nutzt. Bin ich ganz froh drüber, sie muss ja nicht sehen, wie ihr Mieter dort regelmäßig an Erschöpfung stirbt. 😏

Das Five Konzept im Studio (ich schrieb schon einmal darüber, hier geht es um Dehnung und Stärkung des Stütz- und Bewegungsapparats) wurde bei uns im Studio um drei Gerätschaften erweitert. Ein Triggerpunkteturm, bei dem man  mittels eines Holzpflocks diverse Triggerpunkte am Körper stimulieren kann. IMG_3585 Und dann zwei weitere Geräte, das eine ist eines bei dem man sich einen Gürtel um, wahlweise die Hüfte, den mittleren Rücken oder den oberen Rücken legt und dieser dann mittels Vibrationen die Faszien massiert. So ein (oder ähnliches ) Gerät kannte ich aus meiner Kindheit. Verwandte hatte so eins, damals hat es geheißen, damit würde Fett weggeschüttelt. Ich lache mich kaputt.  😂 IMG_3588

Und dann das dritte Gerät, welches auch Faszien stimulieren und/oder massieren soll und welche ich ab sofort zu meinem Lieblingsgerät erklärt habe. Es handelt sich um eine tonnengrosse Rolle, welche etwas genoppt ist und die elektrisch angetrieben wird. Darauf kann man dann Füße, Waden, mit etwas Gelenkigkeit Oberschenkel oder Arme ablegen oder sich auch mit dem Hintern daraufsetzen und durch die Rotation werden die Faszien dann bearbeitet und in Schwung gebracht. Ob das mit den Faszien nun was bringt oder nicht ist mir völlig egal, das Gerät massiert und entspannt aber grandios. Schade das es immer nur eine Minute dauert, daran könnte ich Stunden verbringen und ich schwitze dabei nicht 😁

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Donnerstag stand  zunächst die erneute Blutkontrolle an, deren Ergebnisse ich am Freitag erhielt. Alle Werte wieder im grünen Bereich. 👍 Laufen- sprich Joggen soll ich aber für min. acht bis zehn Wochen mal noch tunlichst unterlassen. Naja, damit kann ich gut leben. Ich war an dem Donnerstagmorgen mit dem Rad beim Doc und habe mich danach gleich noch zu einer Radrunde hinreißen lassen. Diesmal bin ich Richtung Gelsenkirchen gestartet und stets mal hier und mal dort abgebogen, immer in der festen Überzeugung, dass die Richtung stimmt. Aber wie ihr ja mittlerweile wisst, hatte ich mich damals, als der liebe Gott den Orientierungssinn verteilt hat, gerade verlaufen. 😏 Somit wurde die Strecke wieder einmal länger als geplant. Als ich irgendwann den Rhein Herne Kanal entdeckt habe, dachte ich mir- passt, der führt u.a. nach Bottrop. Die Chance lag bei 50 Prozent, dass ich in die richtige Richtung fahre und ich hatte Glück. Ich bin entlang des Kanals auf Ruhrpottcharme gestossen, der mein lokalpatriotisches Herz vor Freude tanzen ließ.

 

An einer Stelle des Kanals war die DLRG dabei, Taucher zu Wasser zu lassen. Das kann natürlich nur eine Übung gewesen sein, ich vermute aber, dass sie noch immer den Mann von der Telekom suchen! 😁

Ach und für die liebe Leserschaft, die meine bisher  verwendeten Comics meiner Person vermissen: Diese wird es leider nicht mehr geben. Die App hat ihren Dienst eingestellt und neue Comics können nicht mehr produziert werden. 😢 Dies ist ein letztes, altes von mir nachbearbeitetes Bild.

Dann habe ich bereits die Rückmeldung bekommen, dass der Job für den ich mich beworben habe, mit einer anderen Person besetzt wird. 🙁 Schade, denn ein wenig Veränderung im Job hätte mir – glaube ich – ganz gut getan. Aber ich stehe ja weiterhin in Lohn und Brot und ärgere mich darüber also nur ein wenig.

Und schlussendlich ist schon wieder Wiegetag. Ich habe meine Waage heute Morgen in die Badezimmerecke gestellt und da bleibt sie auch, bis sie sich entschuldigt hat. 😡 Sie hat mir doch heute glatt ein Plus von 1,2 KG angezeigt, dieses Miststück. (Pssst- eigentlich war mit sowas ja zu rechnen, denn die -2 KG von letzter Woche konnten ja im Großen und Ganzen nur Wasser gewesen sein. Aber das muss meine Waage ja nicht wissen 😉).

In diesem Sinne…habt eine schöne Woche und bleibt gesund!