Jubiläum und so…

Irgendwie war die letzte Woche nicht Fisch und nicht Fleisch. Ich kann gar nicht sagen warum, aber irgendwie war ich durchweg müde und lustlos. Nichtsdestotrotz bin ich natürlich meinen sportlichen Verpflichtungen nachgekommen- auch wenn ich mich seit langem dazu wirklich aufraffen musste.

Am Dienstag hatte ich mein 25 jähriges Dienstjubiläum bei meinem Arbeitgeber (eigentlich bin ich dort sogar schon 27 Jahre beschäftigt, zählt man meinen Zivildienst mit, den ich auch schon dort absolviert habe). Für mich unglaublich, bin ich nun mehr als die Hälte meines Lebens dort beschäftigt. Und was hat mein Arbeitgeber sich zu diesme Jubiläum einfallen lassen? NICHTS!!! Kein Brief, keine Karte, kein Anruf. Ich gehöre wirklcih zu den Menschen, die stets weiß Gott was erwarten, aber über ein paar warme Worte hätte ich mich wirklich gefreut. Ich kann kaum in Worte fassen, wie enttäuscht und auch ein wenig wütend ich am Dienstagabend war.

Spontan und aus Frust habe ich am Mittwoch einen Tag frei gemacht. Mir kam das gelegen, hatte an diesem Tag doch meine Ma Geburtstag. Und da abzusehen war, dass es mittags wie abends nur leckere Sauereien geben wird, hatte ich so die Möglichkeit, morgens noch ins Fitty zu gehen und prophylaktisch ein paar Kalorien abzutrainieren. 😉

Hier hatte ich dann auch eine, ich sage mal merkwürdige Begegnung. Nach einem Warm Up auf dem Crosstrainer und ein wenig Krafttraining bin ich zum Schluss noch aufs Laufband. Neben mir auf dem Band walkte eine Dame mittleren Alters bereits vor sich hin. Auch wenn es nicht immer beantwortet wird, grüße ich aber stets jeden der neben mir trainiert. Auch hier blieb eine Reaktion aus. Was soll´s ich bin ja nicht dort um Freudne zufinden. Also fing ich an zu laufen, wie immer erst gemächlich und dann die Geschwindigkeit steigernd. Da ich ja stets Musik auf den Ohren habe, bekam ich zunächst gar nicht mit, dass die Dame neben mir wohl angefangen hatte, mit mir zu reden (REDEN -ausgerechnet auf dem Laufband, dachte ich.Ich bin froh, dass ich mit dem mir zugewiesen Sauerstoff meine Lebensfunktionen aufrecht erhalten kann, wie soll ich da noch reden?). Aber ich wollte ja nicht unhöflich sein, nahm die Stöpsel aus den Ohren und deutete mit einem Gesichtsaudruck so etwas an, wie: Häh?? Ob ich einen Brustgurt tragen würde, wollte sie wissen. Ich bestätigte dies und bekam dann zu hören, dass ich den doch bitte mal abzunehmen hätte. Er würde auch mit ihrem Laufband kommunizieren und ihr einen falschen Puls anzeigen. Ich habe sie dann nur freundlich gebeten, dass sie, wenn es technische Probleme mit dem Fitnessgerät gibt, sich vertrauensvoll an das Fitnessfachpersonal dieser Einrichtung wenden möge. Ich jedenfalls sah keine Veranlassung, meinen Gurt abzulegen. Also- Stöpsel wieder in die Ohren, Tempo erhöht und weiter. Im Augenwinkel nahm ich wahr, das sie wohl weiterhin mit mir sprach oder Flüche ausgeschüttet hat, aber das war mir egal. Nach zwei Minuten hat sie dann abgebrochen und ist gegangen- nicht zum Personal sondern in die Umkleide. Himmel, mein Brustgurt ist eben wie ich- sehr kommunikativ und redet mit jedem. Hoffentlich sind keine Menschen mit Herzschrittmachern im Studio….

Mir macht seit ein paar Tagen meine Patellasehne wieder Probleme. Daher habe ich den Crosstrainer zunächst einmal von der Liste genommen und sitze vermehrt auf dem Rad. Hier übe ich gerade, in einem Pulsbereich zu bleiben, der eine höhere Fettverbrennung zur Folge hat. Dieses langsame Fahren strengt mich – vom Kopf her- mehr an, als wenn ich richtig Gas geben kann. 😦 Man(n) hat es nicht leicht.

Auf dem Rad höre ich gerne Hörbücher und für alle Lesebegeisterten möchte ich gerne mein aktuelles Buch empfehlen. „Und Gott sprach: Es werde Jonas“. Ich habe, zur Verwunderung der Leute auf den Rädern neben mir, manch einen Lachflash bekommen. Ein wirklich sehr lustiges und unterhaltsames Buch, in dem Gott in die Erzählerrolle schlüpft und sich entscheidet, in die heutige Zeit einen neuen Proheten zu entsenden. Als seichte Unterhaltung – absolut zu empfehlen!!

Und last but not least noch kurz die aktuelle Botschaft meiner Waage: Ein Plus von einem Kilo zeigte diese Mistding heute an. Ich bin frustriert. Aber irgendwie passt dass ja zum Abschluss dieser miesen Woche.
Bleibt gesund! 

 

 

 

 

16 Gedanken zu “Jubiläum und so…

  1. Traurig ist so ein Verhalten,wenn nicht gar erbärmlich. Gerade heutzutage,wo jedes Datum und alle Statistiken abgerufen werden können ohne jeglichen Aufwand.
    Ich nirgends länger als 13 Jahre, hatte oft Lust auf Neues. Deshalb konnte mir das nicht passieren.
    Dafür habe ich vor einiger Zeit vom SOS KINDERDORF die goldene Nadel für 40 Jahre Mitgliedschaft bekommen mit vielen lieben Worten und Grüßen. Mal sehen,ob ich das 50-jährige auch noch schaffe.
    Schade, dass du keine Wertschätzung erfährst nach so vielen Jahren.
    Also meine Einstellung zum Arbeitgeber würde sich da sicher ein wenig ändern. Meine Meinung würde ich denen aber trotzdem sagen. LG Sigrid

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    • Erbärmlich triffst es. Ich habe das gestern bei meinem monatlichen Gespräch mit meinem Geschäftsführer angesprochen und und bekam zu hören: „Ach ich wusste nicht, dsa Dir das so wichtig ist.“ Schliesslich wolle er ja alle Jubilare des Jahres zum Jahresende zum Essen einladen. Da wünsche ich ihm und den anderen schon heute viel Spaß und einen schönen Abend 😉

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      • Was für eine doofe Antwort und vor allem völlig unsensibel. Aber wenn schon, dann hättest du trotzdem zu deinem Jubiläum eine Karte, einen Brief, einen Anruf oder was auch immer bekommen müssen, dass so ein Essen stattfinden soll….. glaube halt, das hat er schnell erfunden, damit du keine Argumente mehr hast. Dass du zum Essen nicht hingehst, isst ja wohl selbstverständlich! Mach dir nix draus, denn sich länger mit sowas beschäftigen lohnt sich nicht. Abhaken, Konsequenzen ziehen. Basta! Schönes WE und liebe Grüße ☼Sigrid☼

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  2. Haben wir den gleichen Arbeitgeber? 😉 Bei mir steht zwar kein Jubiläum an, aber genauso ist meiner auch: lieblos. Aber mach einen Strich drunter, ich glaube das ist die heutige Arbeitswelt, Ralf. Einer Kollegin ging es noch mieser. Sie bekam einen Geschenkkorb zu ihrem 60igsten Geburstag: alles was drin war, war abgelaufen. Sehr erbärmlich.

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  3. Ralf, lustig dass DU das antönst mit dem Pulsgurt! Ich hatte soeben heute das gleiche! ausnahmsweise hatte ich kein Gurt an und eine liebe Kollgein stieg auf dem Crosstrainer neben mir. Sie ist etwa 30 Jahre jünger. Ich hatte plötzlich auf der Anzeige einen Puls von beinahme 170!!! Ich dachte, hey, ich bin flott unterwegs, aber 170 ist ja schon nahe am Tod!! Erst ein paar Minuten später realisierte,dass es nicht mein Puls war.
    Dachte mir, sie sieht schon knackig und durchtrainiert aus, aber deswegen geht mein Puls nicht auf 170 🙂
    Wie auch immer, das kann passieren, darum messe ich lieber mit meiner Fitbit, da hackt sich keiner ein 🙂

    Bezüglich Dienstjubiläum Ralf. Ich weiss nicht ob Du bei einem deutschen Unternehmen arbeitest oder einen Internationalen. Mir is ziemlich das gleiche passiert. ich arbeite bei einem amerikanischen Informatikunternehmen, hatte mein 20 jährigen Jubiläum und habe ein goldiges Badgehalter dafür bekommen. Mein zwei höchster Chef in Amerika hat sich telefonisch gemeldet und sage und schreibe 2 einhalb Minuten mit mir geredet. Ich war auch sehr entäuscht, vor allem wenn ich sehe wie die Leute in die USA gefeiert werden wenn sie 5 Jahre dabei sind. Da werden die Big Hands geschwenkt und alle fallen fast in Trance!
    Ralf, macht dir nichts draus, wir sind wahrscheinlich um falschen Moment auf dieser Welt gekommen. Wir sind fleissig, grüssen jeder Mensch auf dem Laufband nebenan, wir sind anständig und müssen uns nichts vorwerfen lassen. Ist doch auch was, oder nicht?

    Schöne und erfolgreiche Woche trotzdem.

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    • Lenio, so schnell stirbt es sich mit einem 170er Puls nicht. Den hatte ich im letzten Jahr stets beim Sport 😁
      Und was meine Arbeitgeber angeht, dass macht es ja eben doppelt traurig, ich arbeite bei einer caritativen, ja sogar katholischen Hilfsorganisation, die derzeit ihre Führungskräfte (dazu gehöre ich auch) dazu verpflichtet, Seminare zum Thema „wertschätzend Führen“ zu besuchen. Der blanke Hohn!

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