Ist das Kunst oder kann das weg? 

Nachdem ich in den letzten zwei Wochen ja dazu verdonnert war, keinen Sport zu machen, habe ich mich mit Spaziergängen begnügen müssen. Somit habe ich eigentlich täglich rund 20.000 Schritte erreicht. Das tat zwar gut und auch die Waage hat am heutigen Sonntag erneut ein Minus von 0,4  KG angezeigt, aber mir ist das mittlerweile zu wenig. Ich will mich mal wieder auspowern. 

Da ich bereits um 5 Uhr ausgeschlafen war und auch mein Rücken sich heute gut gefühlt hat, habe ich mir  in aller Früh die Laufklamotten angezogen und bin walken gegangen. Da dies gut anlief, habe ich mich auch getraut, einige Streckenabschnitte zu joggen. Endlich mal wieder ein erhöhter Puls und schwitzen (das ich mich über Schwitzen mal freuen werde hätte ich auch nicht gedacht 😉). Nach gut 45 Minuten war ich zurück und habe mich fantastisch gefühlt. Sicherheitshalber habe ich den Rücken – nach einer heißen Dusche gleich wieder auf dem Heizkissen platziert. 😁 

Da heute hier die Sonne schien- obwohl es recht kalt war,  wollte ich nun noch vollenden, was mir in der letzten Woche wegen der Rückenschmerzen nicht ganz  gelungen ist. Die Halde Haniel wollte von mir noch bis zum Gipfel erklommen werden. Man hat von oben eine wunderbare Aussicht über das Ruhrgebiet und auch der Kreuzweg, der auf dem Weg nach oben angelegt ist und dessen Stationen mit typischen Dingen aus dem Bergbau bestückt sind, ist absolut sehenswert. Auf dem Gipfel befinden sich dann ein „Kunstwerk“ (mir fehlt dazu der Zugang, denn für mich sind das einfach bunte Bahnschwellen, die hochkant aufgestellt sind 😜) und eine riesige Arena. Arg windig war es dort oben, was viele Menschen mit „Windvögeln“ und „Lenkdrachen“ dorthin gelockt hat. 

Dafür, dass ich direkt nebenan wohne, hat es nun acht Jahre gedauert, bis ich es erstmalig dort hinaufgeschafft habe. Aber ich war sicherlich nicht zum letzten Mal dort. 

Hier nun ein paar Bilder, die ich euch mitgebracht habe.

   
    
    
    
    
    
    
    
    
    
 

Hach, ich liebe meinen Ruhrpott! Bleibt gesund! 

23 Gedanken zu “Ist das Kunst oder kann das weg? 

  1. Die Gegend ist wirklich wunderschön. Da bekomm ich gleich Lust loszuwandern 😀
    Allerdings ist die „Kunst“ da oben ausgesprochen hässlich. Ich frag mich immer, wo die Stadtverwaltung für solche Bauten nach Künstlern sucht… Hat ein bisschen was von Stonehenge im Kindergartenstil.
    Hauptsache Dir geht’s wieder besser 🙂

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    • Bin nicht sicher, ob die Stadtverwaltung für „die Kunst“ verantwortlich ist. Das ganze ist ja Bergbaugelände und wird, soweit ich weiß, von der RAG verwaltet. Ruhrpott-Stonehenge war auch ein Gedanke, der mir da oben durch den Kopf ging. 😅
      Ein Ausflug dahin lohnt sich bei schönem Wetter sicher, allein schon für den Spaziergang hoch und den „Bergbau-Kreuzweg“. Und der Blick über den Pott ist einfach phänomenal.

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      • jajajaja, dann halt der Bergbaugelände-Kunstbeauftragte der RAG. Kannst du jetzt besser schlafen?
        Man findet ja immer wieder solch unnötigen bunten (Entschuldigung) Schrott in der Gegend rumstehen. Irgendjemand muss das ja beauftragt haben und irgendjemand andres muss es geschaffen haben. Also gibt’s schonmal 2 fragwürdige Gestalten, die sowas verantworten. Aber das liegt ja auch immer im Auge des Betrachters, was?
        Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie im Pott war… Wird mal Zeit, was? 🙂

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      • Macht den Unterschied, das bei der Stadtverwaltung wir das aus Steuergeldern bezahlt hätten und bei der RAG die Kosten vom Unternehmen getragen werden 😉 Dadurch kann ich besser schlafen 😁
        Und das Ruhrgebiet ist definitiv eine Reise wert, nicht nur wegen dieser Halde.

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  2. Du schaust so glücklich aus auf deiner „Ruhrpott-Halde“. Herrlich! Ich gestehe, dass ich mit der Schönheit und Attraktivität solcher Halden so meine Probleme habe, aber ich „bin halt au net von hier“ und kann deshalb vieles nicht so nach empfinden. Auf jeden Fall finde ich klasse, dass du jetzt wieder so sportlich unterwegs bist und diesen „Gipfel“ (Höhe?) erklommen und die Aussicht genossen hast. Wünsche dir weiterhin gute Genesung und einen schönen Wochenstart. Heute scheint ja schon wieder die Sonne ☼. Wie wunderbar.

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  3. Für mich sehen die aus wie beschlagene Bäume dessen einiger Halt mit der verfremdeten Umgebung der Betonfropf in der Erde ist. Ich näher mich der Kunst welcher Art auch immer gerne über dir Fotografie.

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  4. Für mich fernab vom Ruhrpott ist das schon interessant anzusehen. Braucht man allerdings auch wirklich nur einmal. Hast aber sehr schöne Fotos gemacht und der Ausblick von oben ist ja nicht übel. Handelt es sich beim Kreuz um ein Gipfelkreuz ( falls man auf ner Halde von sowas überhaupt sprechen kann)? Und was die Kunst angeht ….. Liegt immer im Auge des Betrachters….wie bei der Schönheit generell..lass es dir weiter gut gehen und pass auf deinen Rücken auf.. LG

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    • Das Kreuz ist die letzte Station des Kreuzweges. An Karfreitag findet auf der Halde die größte Kreuzwegsprozession des Ruhrgebiets statt und wird stets vom Ruhrbischof angeführt. Der „Gipfel“ ist das noch nicht, dort wo „das Kunstwerk“ steht, ist der höchste Punkt. Lohnt sich wirklich, sich das einmal anzuschauen. Und ich werde sicher nochmal hochgehen, hätte ich das anders geschrieben? Muss ich doch gleich mal prüfen 😟
      Und das die Bilder so gut geworden sind, wundert mich ein wenig, ist alles nur mit dem Handy aufgenommen. Aber ich habe auch Spaß dran. 😀

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  5. Lieber Ralf, wenn ich auf deinen Bildern diese Halde betrachte dann sind die Ausstellungsstücke über den Bergbau sicher passend. Die Arbeit mit den Holzbalken ist keine grosse Kunst. Aber sie belebt den eher grauen Hügel, bringt Farbe und Spannung für das Auge während dem Aufstieg, da ist das Ziel doch erreicht. Die Balken haben neben den Augen auch deine Gedanken beschäftigt, was willst du denn mehr? Lass es stehen, nicht abbrennen (!), sollen doch auch die nächsten Wanderer darüber Nachdenken dürfen. Mit der Kunst ist es wie beim Essen, man muss nicht alles gerne haben.
    Es kann trotzdem gut sein.
    Liebe Grüsse, Bernhard

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