Besuch beim Zahnarzt – einmal waschen, schneiden, legen

Ich bin frustriert. Heute stand endlich der erneute Zahnarztbesuch auf dem Programm, um die Brücke zu entfernen, die sich vor meinem Urlaub gelöst hat. Während die eine Seite dieser Brücke nun locker aufsitzt,  denkt sich die andere Seite: Ups, da ist was lose, da werde ich also doppelt so fest halten müssen! Will heißen, dass sie auch heute noch nicht entfernt werden konnte. 😟 Ich rechne es meinem Dentisten ja hoch an, das er bemüht ist, die Brücke nicht zerstören zu wollen. Aber es nervt mich schon, das ich nun nächste Woche noch einmal hin muss. 😡 Er bestellt nun ein weiteres Wunderwerkzeug, welches dann helfen soll, die andere Brückenseite davon zu überzeugen, loszulassen. Ich vertraue ihm da ja.

Mein Deintist ist sowieso der Knaller. Als ich vor einigen Jahren von Essen nach Kirchhellen gezogen bin, habe ich mir natürlich auch hier vor Ort neues medizinisches Fachpersonal gesucht. Also einen neuen Hausarzt und eben einen neuen Zahnarzt. Als ich seinerzeit erstmalig in seinem Wartezimmer saß und mich so umgeschaut habe, hat es mich zunächst enorm irritiert, dass dort in DIN A 2, hübsch gerahmt, ein Meisterbrief ausgehangen war: Stephan R. D. – Friseurmeister 😱 Im ersten Moment löste dies einen Fluchtreflex bei mir aus, ich entschied mich dann aber doch zu bleiben. Allerdings war meine erste Frage auf dem Behandlungsstuhl, ob er denn wohl auch ein ordentliches zahnmedizinisches Studium absolviert habe. Er ist in meinem Alter und ein recht witziger Typ, der die Frage auch sofort mit Humor nahm und mir antwortete: „Nein! Nur ein paar Kurse an der Volkshochschule!“. Er hat gelacht- ich habe geschluckt. 😦 Dann erzählte er, dass er nach zehn Jahren Schule keinen Lust mehr auf selbige hatte und abgegangen ist. Im elterlichen Betrieb hat er dann zunächst die Ausbildung zum Friseur (oder heißt es jetzt Frisör?) absolviert und später noch die Meisterschule abgeschlossen.  Als es dann aber drauf hinauslief, irgendwann den Betrieb der Eltern zu übernehmen, hatte er keine Lust darauf. Also Abitur nachgeholt, Zahnmedizin studiert und die Praxis eines Docs übernommen, der in den Ruhestand gegangen ist. Solche Lebensläufe begeistern mich einfach. 👍

Und wer kann schon von sich behaupten, dass sein Zahnarzt im auch die Haare waschen, schneiden und legen kann? 😅

Bleibt gesund! 

10 Gedanken zu “Besuch beim Zahnarzt – einmal waschen, schneiden, legen

  1. Das erinnert mich an meinen damaligen …. tja, was eigentlich ???……
    Also an den Arzt, der bei mir die Sterilisation vornahm. Bei dem stand auf dem Schild „Dipl.Ing.“.
    War damals auch eine recht lustige Angelegenheit.
    Hab mich grad dazu entschieden, dass ich darüber wohl selber einen Beitrag schreib.

    Gefällt 1 Person

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