Und wieder daheim

Menno, da ist man kaum am Urlaubsort richtig angekommen und hat sich akklimatisiert, schon kannst Du wieder packen, weil die Zeit vorbei ist. Zeit ist eben relativ, wie der olle Einstein schon festgestellt hat.

Als letzte Woche Mittwoch morgens um 3 der Wecker klingelte, habe ich es schon ein wenig bereut, den ersten Flug gebucht zu haben. Obwohl ich ja eigentlich ein Frühaufsteher bin, habe ich mich an dem Morgen (besser in der Nacht) schon aus dem Bett quälen müssen. Ich schleppe mich also ins Bad und was entdecken dort meine noch nicht gänzlich geöffneten Augen? Auf dem Boden neben der Toilette befand sich ein etwa 8 cm langes braunes Etwas. Ja richtig- es sah genau so aus, wie das, an das ihr vermutlich nun denkt. Auch ich dachte so, war mir jedoch sofort sicher, dass ich meine Geschäfte definitiv in der Toilette erledige und nicht daneben. Ich also sofort sämtliche Lichter eingeschaltet und aus dem Schlafzimmer die Brille geholt. Da hatte sich tatsächlich eine Nacktschnecke in mein Bad verirrt. Ich frage mich bis heute, wie sie es in die zweite Etage geschafft hat, sie muss doch jahrelang unterwegs gewesen sein? Das Ding kurzerhand entsorgt und schwupps- war ich auch hellwach.

Da ich in meinen einwöchigen Augusturlaub stets meine Ma mitnehme, musste ich also noch einen Schwenker nach Essen machen um sie einzuladen. Eine Freundin von mir, die wiederum eine Arbeitskollegin im Gepäck hatte, wollten wir am Fliegerhafen in Düsseldorf treffen. Pünktlich um kurz vor vier habe ich also meine Ma in Essen eingeladen und aufgrund der leeren Autobahn waren wir auch ruck-zuck vor dem Airportparkplatz, wo ich für die Woche reserviert hatte. Wohlgemerkt VOR dem Parkplatz, denn vor mir stand eine Autofahrerin, bei der es Probleme mit der Einfahrt gab. Man muss bei Reservierungen vorab eine Kredit- oder EC Karte angeben, mit der man auf den Parkplatz einfahren will. Hier hat die junge Frau wohl eine andere Karte dabei gehabt als die, die sie nun einschieben wollte. Jedenfalls zog sich das ganz über 20 Minuten hin, bis sie endlich über die Gegensprechanlage den Airportmitarbeiter überzeugen konnte, sie hereinzulassen. Durch diese Verzögerung haben wir den geplanten Shuttlebus verpasst und mussten auf den nächsten warten. Dann erwartete uns am Flughafen die Sicherheitskontrolle, die ja mittlerweile mit diesen Ganzkörperscannern durchgeführt wird. Nicht die Kontrolle war das Problem, sondern die ca. 1,5 Mio. Menschen die davor standen. Da das Boarding für unseren Flug bereits im Gange war, ahnte ich hier schon Schlimmstes. Dies sollte sich auch bestätigen, denn in dem Moment als wir endlich durch die Kontrolle waren, kam der Hinweis über die Lautsprecher, dass wir uns gefälligst nun einzufinden haben, der Schalter würde schliessen. Panik kam auf, die uns entsprechend rennen ließ. Mit erwartungsvollen Blicken wurden wir im Flieger von allen anderen Passagieren begrüßt. Endlich an unseren Plätzen angekommen, ist doch glatt einer unserer Plätze von einem jungen Mädel besetzt. Ein freundlicher Hinweis von mir, dass dieser Platz doch wohl für mich reserviert sei (ich reserviere stets vorab einen XL Seat – allein wegen der Beinfreiheit und zahle dafür auch teures Geld), wurde von ihr mit dem Satz beantwortet: „Ich möchte gerne bei meinem Freund sitzen. Sie können ja meinen Platz in Reihe 12 haben, das ist sogar ein Fensterplatz!“ Nicht, dass es eine freundliche Frage nach einem Sitztausch gewesen wäre, nein, für Sie war  klar, dass ich mich auf ihren Platz setzen würde. Ich, noch stressgeplagt von der Warterei am Parkplatz und an der Sicherheitskontrolle antworte freundlich: „Herzchen – wenn ich einen Fensterplatz hätte haben wollen, hätte ich mir diesen vorab reserviert. Und wenn Sie bei Ihrem Freund sitzen wollen, können Sie gerne mit dem Flugpersonal klären, ob es zulässig ist, dass er sie auf seinem Schoß sitzen lässt. Diesen Platz geben Sie aber bitte nun frei.“ Gerade als sich ihr Freund noch einmischen wollte, meldete sich die Flugbegleiterin zu Wort, die das mitbekam und bat die junge Frau eindringlich nun zügig ihren zugewiesenen Platz in Reihe 12 aufzusuchen. Jetzt sag doch mal- was denken sich denn manche Leute…??

Endlich ging es los. Hierzu habe ich ja schon kurz etwas geschrieben Aber sowas von

Gegen 11 Uhr Ortszeit erreichten wir dann endlich unseren Bungalow in San Agustin und mit diesen Ausblick fing der Urlaub dann wirklich an.

Ich habe im Urlaub auf nichts verzichtet. Stets wurde gegessen, worauf ich Lust und Hunger hatte und natürlich am Abend auch der ein oder andere Cocktail vernichtet. Ich liebe ja Long Island Icetea 😃 Und den habe ich an meinem Geburtstag, der auch in diesen Urlaub fiel, in angemessenen Mengen genossen 😎😇

Was ich nicht gegessen habe, ist Gericht Nr. 037 😅


Am Tag waren wir nach dem Frühstück bis in den Nachmittag hinein stets unterwegs (Sightseeing und Co, was man als guter Tourist eben so macht) und an den Nachmittagen wurde gechillt. Gut drei Bücher habe ich in der Woche lesen können. Zweimal habe ich einen Walking-Joggingmix eingeschoben (am Meer entlang- hat mir sehr gut gefallen auch wenn ich mir eine fette Blase an der Ferse gelaufen habe!) und mit Hilfe eines Sonnenschirmständers aus Beton habe ich sogar Steppen können. Ich bin sehr gespannt, was die Waage am Sonntag sagen wird. Aber eben erst am Sonntag, vorher werde ich sie nicht betreten.

Ach ja ein interessantes Fahrrad habe ich in Mogan entdeckt, d.h. die Bereifung fand ich spannend. Da reden wir immer von schmalen Reifen um wenig Widerstand zu haben und dann sehe ich das.

IMG_1205-0Der Rückflug startete in Las Palmas mit einer zweieinhalb stündigen Verspätung. So etwas kann ich ja schon leiden. Und in Düsseldorf am Flughafen haben wir dann noch über eine geschlagene Stunde auf unsere Koffer warten müssen. Das nervt schon ein wenig und trug auch im allgemeinen bei den Passagieren nicht zu einer guten Stimmung bei.

Auch wenn ich am zweiten Tag wegen meiner Mandelentzündung noch einen Arzt aufsuchen musste, der mich mit einem Antibiotikum versorgt hat, war es ein herrlicher Kurzurlaub. Und bis ich wieder vor Ort bin, sind es nur noch 117 Tage, denn am 23.12.15 geht es wieder los. Jetzt hat mich der Alltag erst einmal wieder.

Bleibt gesund!

12 Gedanken zu “Und wieder daheim

    • Vielen Dank! Ich habe ja auch ein wenig Sonne mitgebracht, die ist nur ein paar Flieger später erst untergekommen – wird morgen eintreffen 😉
      Und recht hast Du, der Bungalowausblick ist wirklich ein Traum. Dort morgens beim Frühstück zu sitzen hat schon was.

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  1. Mensch, mich regen diese Falschsitzer auch immer wieder auf! Im Kino empfinde ich das schon als sehr unangenehm. Bei der Buchung es teureren XL-Seat im Flugzeug ist es noch ärgerlicher. Wir, deine Leser, wissen was dir dieser Sitz bedeutet!
    Ich habe übrigens auch nicht schlecht gestaunt, als mi das erste Mal ein Fatbike entgegen kam. Es fuhr auf einem asphaltierten Weg und hatte ein Abrollgeräusch, man hätte es mit einem Auto verwechseln können. Ich werde demnächst mal etwas über Fahrradreifen schreiben. Im Moment recherchiere ich nämlich nach Winterreifen um auch im Winter aktiv zu bleiben…

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    • Ja das war wirklich ärgerlich mit dem Sitz. Wenn jemand freundlich nachfragt, würde ich jau auch nichts sagen (wenn auch nicht tauschen, da ja teuer bezhalt)- aber diese Selbstverständlichkeit fand ich schon frech. Und dann war sie auch noch so ein „kleiner dünner Hering“, der überall Platz findet 😉

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  2. Toller Bericht, wenn auch euer Urlaub mit ganz schön vielen „Pleiten, Pech und Pannen“begonnen und auch geendet hat, wenn ich das mal so sagen darf, aber dazwischen war es dann umso schöner, gell? Die Dünen von Maspalomas habe ich natürlich sofort erkannt und ich habe da ein tolles Foto von mir auf eben einer solchen, die ich mal im Schweiße meines Angesichts erklommen habe.
    Eure Aussicht ist ja ein Traum. Wo bekommt man denn so schöne Bungalows vermietet? Musst du mir mal verraten.
    Die Kanaren sind halt einfach immer wieder eine Reise wert und jede der Inseln hat ihre speziellen Reize!
    Nicht mal mehr vier Monate und schon bist du wieder da. Mit solchen Aussichten fällt die Arbeit doch gleich viel leichter! Nr. 37 hätte ich aber garantiert auch nicht gegessen. Das ist doch wohl nur ein Witz, oder?

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    • Eigentlich gab es noch mehr Pannen- ich könnte noch Seiten füllen. Aber unterm Strich war es wirklich eine schöne Woche.
      Den Bungalow bewohnen wir auf privater Basis. Dementsprechend ist er auch ausgestattet. Alles was man Zuhause hat, findet man auch dort vor. Nur kommt eben keine Reinigungskraft, das machen wir selber. Frühstück wird selbst organisiert und abends geht es zum Essen. Der Sandstrand ist gerade mal 50m weg, so dass man im Meer baden kann aber nicht unbedingt im Sand liegen muss. Nach dem Baden geht’s auf die ruhige Liege am Bungalow. 😀 Ich weiß, das man in der Anlage nebenan Bungalows mieten kann. Google mal „Las Flores San Agustin“ . Diese liegen genauso schön.

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      • Hab heute mal ein wenig geschaut, aber ist ja grade nicht aktuell, werde ich mir aber merken und gefundene Seite in meine Lesezeichen legen. Danke nochmal. GC ist auf jeden Fall noch mal eine Reise wert, denn die Dünen und das Meer dort …… einfach traumhaft.

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      • GC ist in jedem Fall eine Reise wert. Nicht nur die Dünen und der touristische Süden. Auch der Norden mit der Hauptstadt Las Palmas, die Steilküste im Westen der Insel und natürlich ds Inselinnere, was dem Grand Canyon sehr nahekommt, ist absolut sehenswert.;-)

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  3. Scheint ein toller Zacharias freier Urlaub gewesen zu sein. Erst mal Happy Birthday nachträglich. Witzig das du allerdings gleich 2 Pannen Geschichten rund um den Flug hattest, da wäre doch ein Zacharias.. ach lassen wir das.. Tolle Lage des Feriendomizils 🙂 Solch Fahrräder hat Mainz auch zu bieten. Ich habe im April auch nicht schlecht gestaunt als mir eins vor die Linse kam http://up.picr.de/22940249in.jpg ..

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